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Südamerika-Reise: Charles befürchtet Ärger wegen Namensgebung

Prinz Charles sitzt auf seiner Südamerika-Reise der Schalk im Nacken: Eine Riesenschildkröte hat er jetzt kurzerhand nach seinem Sohn William benannt. Auch wenn unklar ist, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Die Reise, bei der auch Camilla dabei ist, hat allerdings einen ernsten Hintergrund.

Prinz Charles hat bei seiner Öko-Tour auf den Galapagos-Inseln eine Schilkröte nach seinem Sohn William benannt, obwohl das Geschlecht des Tieres noch unklar ist. "Es wäre lustig, wenn er irgendwann mal hierherkommt und eine Schildkröte vorfindet, die nach ihm benannt ist - ich werde vermutlich großen Ärger dafür bekommen", sagte der britische Thronfolger. Die Schildkröte ist den Untersuchungen der Naturforscher zufolge zwei Jahre alt und 15 Zentimeter lang. "Natürlich wissen sie noch nicht, welches Geschlecht sie hat, aber das ist doch interessant." Wenn sich herausstelle, dass die Schildkröte ein Weibchen ist, solle sie Whilamena heißen.

Prinz Charles und seine Frau Camilla befinden sich derzeit auf einer zehntägigen Öko-Reise durch Südamerika. Die Galapogos-Inseln sind die letzte Station ihrer Reise. Der Besuch steht im Zeichen des Darwin-Jahres. Der vor 200 Jahren geborene britische Naturforscher Charles Darwin war 1835 durch eine Reise zu den abgelegenen Inseln im Pazifik zu seiner Evolutionstheorie inspiriert worden. Durch die Abgeschiedenheit der Inseln hatten sich dort Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die es sonst nirgendwo gibt.

Am Sonntag waren Charles und Camilla in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito von Vize-Präsident Lenín Moreno und Außenminister Fander Falconí im Präsidentenpalast empfangen worden. Bei einem Rundgang durch das Zentrum der Stadt auf 2850 Metern Höhe, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, jubelten Hunderte Menschen dem Paar zu. Davor hatte das Prinzenpaar Chile und Brasilien besucht. Dort hatte der Prinz, der sich seit langem für den Erhalt der Umwelt einsetzt, mit dramatischen Worten gewarnt, der Menschheit blieben nur noch "weniger als 100 Monate", um einen "katastrophalen Klimawandel" abzuwenden.

Mai/DPA / DPA