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Restaurant "Barefood Deli": Abzocke? Til Schweiger serviert Leitungswasser für 4,20 Euro

"Barewater Still" und "Barewater Sprudel" nennt Til Schweiger das Wasser in seinem Hamburger Restaurant "Barefood Deli". Es handelt sich allerdings nur um Leitungswasser, das er für 4,20 Euro verkauft.

Til Schweiger

Til Schweiger bei der Eröffnung seines Restaurants "Barefood Deli" Anfang November. Auch das Bier lässt er selbst herstellen. 

"Einfach natürlich, einfach bodenständig, einfach gut gemacht - das ist das 'Barefood Deli'" - mit diesen Worten beschreibt Til Schweiger in der Speisekarte sein Hamburger Restaurant. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, ist Schweigers "Barefood Deli" sogar so bodenständig, dass es den Gästen Leitungswasser statt teurem Markenwasser anbietet. Grundsätzlich nicht weiter tragisch. Der Aufreger: Seinem "Hamburg Wasser" gibt Schweiger einen klangvollen Namen, füllt es in eine schicke Hipster-Karaffe und bietet es zu einem horrenden Preis an.

Til Schweiger: "Preise sind human und absolut im Rahmen"

Als "Barewater Still" und "Barewater Sprudel" wird das Wunderwasser in der Speisekarte betitelt. Ein Viertelliter des Getränks kosten 1,80 Euro - für einen Liter müssen Gäste 4,20 Euro bezahlen. Ein teurer Spaß für "einfach bodenständiges" Wasser aus dem Hahn. "Wir schenken 'Hamburg Wasser' aus, das je nach Wunsch still oder mit Kohlensäure versetzt wird. Das Leitungswasser ist zum Teil kalkhaltig und wir lassen deswegen unser Wasser durch ein gutes Filtersystem laufen. Dann bekommen es unsere Gäste veredelt auf den Tisch", rechtfertigt das Personal des "Barefood Deli" den überspitzten Wasser-Preis gegenüber der "MOPO". 

Til Schweiger: Schauspieler reagiert auf Leitungswasser-Abzocke

Til Schweiger selbst findet die Preise in seinem Restaurant "human und absolut im Rahmen". Bei der Eröffnung seines stylish-légèren Bistros Anfang November erklärte er, dass "die Preise auch mal teurer werden können, wenn ich wirklich gute Zutaten verwenden möchte. Denn ich will ja nicht drauflegen, sondern zumindest meine Kosten decken und im Idealfall etwas verdienen." Klingt logisch. Ob einfaches Hamburger Leitungswasser aber auch unter das Kriterium einer "wirklich guten Zutat" fällt, bleibt fraglich. 

Erbrachte Dienstleistungen müssen vergütet werden

Legitim ist der Preisaufschlag für Schweigers Wasser dennoch in jedem Fall - dies stellt der Gastronomieanwalt Stephan Steinwachs auf seiner Website klar: "In Deutschland gilt der Grundsatz, dass erbrachte Dienstleistungen vergütet werden müssen." Dadurch, dass Schweigers Personal das Wasser filtere und auf Wunsch auch mit Kohlensäure versetze, sei "eine Dienstleistung erbracht, aus der ihm ein Vergütungsanspruch erwächst."

Wem das "Barewater" zu teuer ist, wird auf der Speisekarte des "Barefood Deli" dennoch kein günstigeres Getränk finden: Til Schweigers selbstgebrautes Pils aus Bayreuth - das "Tils" - kostet ebenfalls 4,20 Euro und auch die schweigerschen Säfte und Tees sind teurer als das Wasser.

Was man sich eben doch eingestehen muss: Leitungswasser hin oder her - im "Barefood Deli" kostet auch der Promifaktor. Selbst wenn dieser Promi "einfach bodenständig" sein möchte. 

lis
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.