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Tod von Whitney Houston aufgeklärt: Im Kokainrausch ertrunken

Das Rätselraten um die Todesursache von Whitney Houston hat ein Ende. Knapp sechs Wochen nach ihrem Tod steht fest: Die Sängerin ertrank in der Badewanne, zuvor hatte sie Kokain konsumiert.

Von Frank Siering, Los Angeles

Vermutet hatten es selbst die treuesten Fans. Seit Donnerstag nun herrscht Gewissheit. Whitney Houston starb als Drogensüchtige. Die Gerichtsmedizin in Los Angeles bestätigte, dass die Sängerin am 11. Februar mit Kokain im Blut in ihrer Badewanne im "Beverly Hilton"-Hotelzimmer ertrunken war. Die Ergebnisse des toxikologischen Berichts bestätigten diese Vermutungen, so ein Sprecher der Gerichtsmedizin. Damit aber nicht genug. Die 48-jährige Amerikanerin hatte demnach auch Spuren von Marihuana, den Beruhigungsmitteln Xanax, Benadryl und anderen Medikamenten im Blut, als sie starb. Der Bericht gibt auch Aufschluss darüber, dass eine mögliche Herzschwäche zu einem "accidental drowning", also zum "Ertrinken durch Unfall" geführt haben könnte. Gerichtsmediziner Craig Harvey stellte das Ergebnis der Untersuchung der Presse vor. "Wir haben auch Wasser in ihren Lungen gefunden. Ein Indiz dafür, dass sie noch lebte, als sie im Wasser untertauchte."

Ohnmächtig vom Kokain?

Die Spuren von Kokain, die im Körper Houstons gefunden worden waren, hätten demnach allein nicht zum Tode führen können. Doch Harvey deutete darauf hin, dass der Superstar eine "chronische Kokain-Nutzerin war" und das im Zusammenhang mit einer "Herzschwäche" sicherlich leicht Komplikationen hätten auftreten können. Wie aber starb Houston genau? Aufklärung gab Ed Winter, der Assistent der Gerichtsmedizin. Er gab zwei mögliche Szenarien an. "Entweder ist sie ohnmächtig geworden vom Kokain, oder sie hatte eine Herzattacke und ist dann ertrunken", so Winter.

Houston war am 11. Februar, nur einen Tag vor den Grammy Awards, leblos in ihrem Hotelzimmer aufgefunden worden. Im Zimmer der mehrfachen Grammy-Gewinnerin hatten die ermittelnden Beamten diverse Pillenfläschen gefunden.

Angst vor dem Comeback

Für Houston war die Abhängigkeit von Drogen nichts Neues. Schon in der Vergangenheit hatte sie in diversen Interviews zugegeben, kokainabhängig gewesen zu sein. Familienmitglieder wollten als Grund für Houstons Abhängigkeit ihre Ehe mit Bobby Brown gesehen haben. In jüngster Zeit allerdings beteuerte Whitney Houston immer wieder, "clean" zu sein und ein "großes Comeback starten zu wollen". Houston hatte gerade den Streifen "Sparkle" abgedreht.

Kurioserweise, so die Mutter von Whitney, Cissy Houston, sei es diese Angst vor dem geplanten Comeback-Auftritt bei den Grammys gewesen, die sie wohl zurück in die Drogenhölle katapultiert hatte. Das Onlineportal "TMZ.com" berichtet, für die Mutter von Whitney Houston sei die Kokain-Nachricht fast so, als müsste sie den Tod ihrer Tochter noch einmal durchleben. Whitney Houston wurde am 19. Februar auf dem Fairview Cemetery in Westfield im US-Bundesstaat New Jersey beerdigt.