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Tom Cruise - Katie Holmes: Schweig, Weib!

Man hat's nicht leicht als Frau eines Scientology-Anhängers wie Tom Cruise, schon gar nicht, wenn man dessen Kind gebären soll. Schweigegebote gehören da noch zu den harmloseren Dingen, die Katie Holmes einhalten muss.

Selten durfte die Öffentlichkeit an einer derart dubiosen Beziehung Anteil nehmen wie an der von Tom Cruise, 43, und Katie Holmes, 26. Seit der "Mission Impossible"-Star und Holmes ein Paar sind, überschlagen sich die Meldungen mal über angebliche Trennungen der beiden, dann wieder über deren Zusammenkünfte mit Scientology-Anhängern. Die neueste Kuriosität: Freunde des Paares seien dabei gesichtet worden, wie sie etwa zwei Meter hohe Schilder in die Cruise'sche Beverly-Hills-Villa trugen, mit der Aufschrift: "Schrei bitte nicht herum und bewege dich behutsam und vorsichtig", so berichtet die britische Zeitung "The Sun". Holmes erwartet ein Baby von Cruise, der seit Jahren bekennender Anhänger von Scientology ist, einer Religionsgemeinschaft, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Und die hat auch zum Thema Niederkunft genaue Vorstellungen vom Verhalten ihrer Gläubigen. So berichteten mehrere Medien, Frauen müssten möglichst still gebären, um das Kind nicht durch Schreie zu traumatisieren. Auch Schmerzmittel und Psychopharmaka sind tabu.

www.FreeKatie.com

Das öffentliche Glück der beiden begann, als Cruise im Juli vergangenen Jahres jauchzend auf das Sofa der Talk-Lady Oprah Winfrey sprang und sein Glück herausschrie. Seitdem herzten sich die zwei auf jedem roten Teppich, verlobten sich mehr oder weniger öffentlich am Eiffelturm und verkündeten bald Holmes' Schwangerschaft. Die Schauspielerin war davor hauptsächlich in der TV-Serie "Dawson's Creek" gesehen geworden, dank der Liaison mit Cruise jedoch schoss ihr Bekanntheitsgrad in die Höhe.

Etwas weniger öffentlich, dafür umso stärker beobachtet, konvertierte Holmes vom Katholizismus zu Scientology, nicht ohne Warnungen einstiger Freunde und einer im Internet unkenden Gemeinde namens www.FreeKatie.com. Cruise ist seit Jahren aktives Mitglied und werbendes Aushängeschild von Scientology und prangerte erst im vergangenen Jahr Schauspielerin Brooke Shields öffentlich an, weil die ihre Wochenbettdepression medikamentös kuriert hatte. Die jetzigen Geburtsvorbereitungen für Holmes verteidigte Cruise, schließlich wolle er die Niederkunft für Katie nur so angenehm wie möglich machen.

Beliebte Stars locken mehr Kinobesucher

Und es kursieren weitere Gerüchte: Angeblich verlange die Scientology-Tradition direkt nach der Geburt die 24-stündige Isolation des Babys, damit es seinen Geist frei entfalten kann. Mehrere Zeitungen berichteten, dass Holmes sich einer seelischen Reinigung unterziehen musste, mit einem Gerät, das den Körper von negativen Schwingungen befreit. Was davon wahr ist, bleibt fraglich. Fest steht jedoch, dass der Trubel der Beliebtheit des Schauspielers ziemlich geschadet hat. Erst kürzlich tauschte er seine PR-Beraterin und Schwester Lee Anne DeVette gegen den Branchen-Profi Paul Bloch aus. DeVette, selbst Scientology-Anhängerin, hatte Cruises öffentliche Liebeschwüre und Ausfälle begeistert kommentiert - dabei reagierten viele Fans verschreckt. Und die schlechte Presse über das Engagement des Schauspielers für Scientology und sein Wettern gegen Kollegen in Psychotherapie hatten auch die Filmindustrie Hollywoods nicht gerade in Begeisterung versetzt - schließlich verspricht ein beliebter Star bedeutend bessere Einnahmen an den Kinokassen.

In Deutschland startet Cruise neuester Film "Mission Impossible 3" am 4. Mai in den Kinos, weshalb der Schauspieler am Samstag auch auf der Coach von "Wetten dass,…?" erwartet wird. Die Promotion ist bitter nötig: In einer Umfrage des Frauenmagazins "Glamour" wählten die Leserinnen Tom Cruise zum "schlimmsten Lover" - noch vor "Britney Spears Ehe-Rüpel Kevin Federline und Kate Moss' Skandal-Rocker Pete Doherty".

Claudia Pientka