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Trauerfeier für Peter Alexander: Gemeinsamer Abschied auf dem Wiener Zentralfriedhof

Eigentlich sollte der Abschied von Peter Alexander im engsten Kreis stattfinden. Doch dann meldeten sich immer mehr Fans des verstorbenen Entertainers zu Wort: Auch sie wollten ihrem Idol die letzte Ehre erweisen. Jetzt hat sich die Familie zu einem Kompromiss durchgerungen.

Der Öffentlichkeit war Peter Alexander längst überdrüssig geworden: Nach seinem Abschied von der Bühne lebte der Entertainer zurückgezogen in der österreichischen Hauptstadt - schwer getroffen von Schicksalsschlägen wie dem Unfalltod seiner Tochter Susanne 2009 und dem Tod seiner Frau Hilde 2003.

Überraschend war es daher nicht, als am Samstag bekannt wurde, dass sämtliche Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Entertainer im engsten Familienkreis stattfinden sollten. Enttäuscht waren die zahlreichen Anhänger trotzdem.

Doch angesichts der zahlreichen Beileidsbekundungen und Wünsche nach einem öffentlichen Abschied, scheint es sich die Familie noch einmal anders überlegt zu haben: Am Samstag soll Verstorbene auf dem Wiener Zentralfriedhof öffentlich aufgebahrt werden. Dies berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag unter Berufung auf eine Sprecherin. Bis zum Nachmittag könnten ihm Freunde und Anhänger dort die letzte Ehre erweisen und sich in ein Kondolenzbuch eintragen. Die Beerdigung im Familiengrab auf dem Grinzinger Friedhof in Wien-Döbling bleibt allerdings engsten Freunden und Verwandten vorbehalten.

Der Schauspieler, Sänger und Showmaster war am Samstag in Wien im Alter von 84 Jahren gestorben, in der Nacht zu Sonntag bestätigte seine Sprecherin die Nachricht. Alexander hatte die deutschsprachige Unterhaltung seit den 1950er Jahren fast ein halbes Jahrhundert lang maßgeblich geprägt. Der unpolitische Künstler galt als Mann der leichten Unterhaltung, der die Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zum Lachen und Tanzen brachte.

jwi/AFP/DPA / DPA
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