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Missbrauchsvorwürfe Bill Cosby wehrt sich gegen Medienberichte


Nach zahlreichen Missbrauchsvorwürfen gegen Bill Cosby holen dessen Anwälte jetzt zum Gegenschlag aus. Ihr Mandant sei falsch dargestellt worden, beschwerten sie sich. Sie erklärten auch, was hinter der Drogen-Aussage des US-Komikers stecken soll.

Der mit einem Sexskandal konfrontierte US-Fernsehstar Bill Cosby ist zum Gegenangriff übergegangen. Cosbys Anwälte warfen den Medien am Mittwoch vor, den Schauspieler als Vergewaltiger abzustempeln. In einem vor zwei Wochen öffentlich gewordenen Vergleich zu Missbrauchsvorwürfen habe Cosby lediglich zugegeben, wie viele andere in den 70er-Jahren im Sexleben zu Drogen gegriffen zu haben. Der Sex sei immer im beiderseitigen Einverständnis erfolgt. Die Medien hätten Cosby jedoch falsch dargestellt und so den Eindruck erweckt, er habe sich Frauen mit Drogen gefügig gemacht und sie vergewaltigt.

In den am Dienstag vor einem Gericht in Philadelphia eingereichten Dokumenten wirft Cosby außerdem einer Frau vor, gegen die Schweigeklausel des Vergleichs verstoßen zu haben. Die "New York Times" hatte kürzlich aus zehn Jahre alten Gerichtsunterlagen des Falls zitiert. Demnach hatte Cosby damals eingeräumt, einer Frau im Jahr 1976 vor dem Sex das Beruhigungsmittel Quaaludes verabreicht zu haben.

In den vergangenen Monaten hatten mehr als 30 Frauen dem mit der Sitcom "The Cosby Show" weltbekannt gewordenen Schauspieler sexuelle Vergehen bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen, die teils mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Cosbys Anwältin Monique Pressley bekräftigte am Mittwoch im Fernsehsender ABC, dass der Schauspieler die Anschuldigungen zurückweise. "Die schiere Zahl der Menschen, die eine bestimmte Sache sagen, macht diese noch nicht wahr."

kup/AFP/DPA

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