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VERONA FELDBUSCH: Das Bohlen-Buch ist eine »Sauerei«

Eigentlich war sie nach Hamburg gekommen, um ihre neue Dessous-Kollektion vorzustellen. Doch bei der Frage nach der Bohlen-Biografie konnte sich Verona Feldbusch einen Kommentar nicht verkneifen.

Die Damenunterwäsche-Abteilung der Hamburger Karstadt-Filiale war am Donnerstagnachmittag heiß begehrt. Der Grund waren allerdings keine Sonderangebote, sondern Verona Feldbusch. Die gab zwischen Hemdchen, Blüschen und Höschen eine Autogrammstunde und stellte gleichzeitig ihre neue, selbst entworfene, Dessous-Kollektion »Veronas Dreams« vor.

Massenansturm in der Damenwäscheabteilung

Schon an der Rolltreppe in den dritten Stock stauten sich die Massen: Hunderte warteten geduldig auf die Ankunft von Verona. Um 14.52 Uhr war es dann mit 22 Minuten Verspätung endlich soweit: Auftritt Verona! Die 34-Jährige spulte professionell die Vorstellung ihrer Mode-Linie ab: In 116 Karstadt-Filialen gibt es nämlich ab sofort Verona-Shops mit ihren eigenen Kreationen, lässt die Entertainerin ihr Publikum wissen. Von Mode über Schmuck bis hin zum Kalender kann der Verona-Fan dort alles erwerben, was das Herz begehrt. Und das schon ab 9.95 Euro und von Größe 36 bis 48.

Verona versteht es, ihr Publikum für sich einzunehmen, ist locker drauf. Sie macht ein Späßchen hier, einen Scherz dort und erklärt geduldig die Spielregeln für die Autogramme: »Bitte habt Verständnis, dass ich nur mit «Verona» unterschreiben kann, das würde sonst zu lange dauern«, lässt sie wissen.

»Wie finden Sie das Buch von Dieter Bohlen?«

Und dann erkundigt sich Verona: »Gibt es noch Fragen?« Und die gibt es. »Wie finden Sie das Buch von Dieter Bohlen?«, schallt es aus dem Publikum. Und dann legt die Ex-Frau von Dieter los: »Eigentlich finde ich es amüsant«, sagt sie, »klar, was dieser Freak schreibt, muss ja lustig sein.« Auf der anderen Seite finde sie es aber auch schäbig, was er mit »Naddel« mache und das obwohl Naddel und sie nie beste Freundinnen gewesen seien. Aber, wenn man bedenke, dass diese Frau zwölf Jahre immer für ihn da gewesen sei, »ist das Buch eine Sauerei!« Das saß! Aus dem Publikum kommt spontaner Beifall.

Komisch nur, dass ich das Gefühl nicht los werde, dass die gleichen Klatscher in der nächsten Woche wahrscheinlich auch bei der Autogrammstunde von Dieter Bohlen anstehen würden.

Jens Maier