VG-Wort Pixel

Daniela Katzenberger Die Katze steht auf Guttenberg

Daniela Katzenberger
Daniela Katzenberger
© DPA
Am letzten Tag des Jahres präsentiert Daniela Katzenberger ihren ganz persönlichen Rückblick auf 2011. Politik spielt dabei kaum eine Rolle. Mit stern.de spricht die Moderatorin über ihre Highlights des Jahres - und verrät, was sie über Karl-Theodor zu Guttenberg denkt.

Frau Katzenberger, Sie moderieren am 31. Dezember ihren ganz persönlichen Jahresrückblick auf Vox. Was unterscheidet den von den übrigen Rückblicken?
Ich habe 40 Themen ausgesucht, die ich selbst toll fand. Ich hab keine vorgegebenen Texte, es ist ganz locker. Meine Mama macht mit, mein Stiefvater und Promis, die ich mir rausgesucht habe. Das wird sehr unterhaltsam.

In der Ankündigung stehen fast nur Themen aus der Promi-Welt. Interessieren Sie sich gar nicht für Politik?
Politik? Sehr wenig, weil ich gestehen muss, ich hab mit Politik kaum was zu tun. Es geht eher um Lifestyle-Themen.

Es soll um die Themen gehen, die "Daniela zu Tränen gerührt haben". Gehört die Reaktorkatastrophe von Fukushima nicht dazu?
Das ist sehr traurig, was da passiert ist. Aber ich fand zum Beispiel das Schicksal von Gaby Köster sehr berührend. Oder den Tod von Amy Winehouse. Das andere war schlimm, keine Frage, aber ich habe die Themen rausgesucht, zu denen ich etwas sagen kann.

Für viele Schlagzeilen hat der zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gesorgt. Was halten Sie von ihm?
Ich finde ihn sehr attraktiv. Er ist ein sehr gutaussehender Mann. Jeder baut mal Mist. Ich weiß ja, wie das in der Öffentlichkeit sein kann: Da werden Dinge manchmal extrem negativ aufgebauscht. Ich würde mich freuen, wenn er wieder da ist. Aber das ist meine Meinung.

Könnten Sie sich vorstellen, ihn in eine Ihrer Sendungen einzuladen?
Ich wüsste nicht, was er da machen soll. Vergeben ist er, ein Kater-Date ist also ausgeschlossen.

Er steht ja auf blond. Vielleicht hätten Sie eine Chance ...
Nein, der ist vergeben. Das mache ich nicht.

Was war für Sie privat das denkwürdigste Ereignis 2011?
Persönlich sehr gefreut hat mich die Werbung für Perlweiß, die ich gedreht habe. Weil ich als Kind wegen meiner Zähne gemobbt wurde. Und, dass meine Schwester den Führerschein geschafft hat.

Sie sind als Kind gemobbt worden? Sitzt das noch immer tief?
So etwas merkt man sich. Und die Werbung für Perlweiß war ein kleiner Tritt in den Hintern all der Leute, die mich immer geärgert haben.

Am 3. Januar geht's bei Ihnen gleich weiter mit "Natürlich blond". Warum interessieren sich die Menschen so für Ihr Leben?
Ich weiß nur, was ich von den Leuten höre. Die meisten sagen, du bist eine von uns, obwohl du dich in der Fernsehwelt bewegst. Ein älterer Mann sagte zu mir: Wie schaffen Sie es, in dem ganzen Affenzirkus dieser Fernsehwelt normal zu bleiben? Das ist das schönste Kompliment, das ich je bekommen zu haben.

Welche Menschen bewundern Sie?
Ich finde Verona Pooth ganz toll. Die hat es absolut richtig gemacht. Aber auch Sonya Kraus und Michelle Hunziker.

Was finden Sie an diesen Menschen vorbildhaft?
An Verona finde ich gut, dass sie geschafft hat, sich oben zu halten. Das hat sie extrem toll gemacht. Nach so vielen Jahren kennt man sie noch immer. Sie hat sich nicht für jeden Scheiß hergegeben. Das macht ihr keiner so schnell nach.

Gibt es etwas bei Ihnen, wofür sie sich nicht hergeben würden?
Ich würde mich nicht ausziehen. Auch Sexmessen und Ballermann-Auftritte kämen für mich nicht infrage. Ich würde auch nie öffentlich über andere lästern.

Sie haben also durchaus moralische Grenzen. Kann man daraus schließen, dass Sie eine Botschaft haben an Ihre Zuschauer?
Man sollte immer sagen, was man denkt, ohne dabei beleidigend zu werden. Ich weiß gar nicht, warum man mich hassen könnte - ich tu ja niemandem was.

Das ist eine sehr rheinische Einstellung. Schlägt da Ihre Herkunft aus Ludwigshafen durch?
Ja, ich hab das von daheim mitgekriegt. Bei uns war das ganz normal, dass wir ganz unterschiedliche Freunde hatten. Meine Mutter hat ja auch im Bordell die Fingernägel gemacht. Ich wurde von klein auf erzogen, dass man niemandem ins Leben reinreden darf.

Man hat bei Ihnen den Eindruck, dass Sie sehr in Ihrer Heimat verwurzelt sind.
Auf jeden Fall. Man kann nirgends so gut essen. Viele fragen immer, warum ich nicht wegziehe. Aber was hab ich davon? Dann bin total unglücklich.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker