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Bradley Cooper wird 40: Auf dem Höhepunkt seiner Karriere

"Hangover" machte Bradley Cooper weltbekannt, kurz darauf wurde er zum "Sexiest Man Alive" gewählt. Der Oscar-nominierte Schauspieler kann aber auch anders.

Glück für Bradley Cooper, dass sein Geburtstag in diesem Jahr auf einen Montag fällt. Denn an fast jedem anderen Tag der Woche steht der Schauspieler seit November auf einer Broadway-Bühne in New York, mittwochs und am Wochenende sogar zweimal. Gerade ist "The Elephant Man" wegen des großen Erfolges noch einmal bis Ende Februar verlängert worden. Mehr als drei Millionen Dollar (etwa 2,5 Millionen Euro) habe das Stück bislang eingespielt und gehöre damit zu den derzeit erfolgreichsten am Broadway, teilten die Produzenten mit. Aber an seinem 40. Geburtstag am Montag (5. Januar) hat Cooper einen seltenen freien Tag.

Der Schauspieler erlebt derzeit ein Karriere-Hoch und ist genau dort angekommen, wo er immer hinwollte. "Jeden Abend dieses Stück zu spielen - das kann ich gar nicht glauben", sagte er jüngst dem Branchenportal "Deadline". Die Verfilmung der Geschichte eines von einer Krankheit entstellten Mannes aus dem Jahr 1980 mit John Hurt sei für ihn damals der Grund gewesen, mit der Schauspielerei anzufangen. "Es war genau dieser Film, den ich als Kind gesehen habe. Es gab da einen Moment, in dem ich dachte: "Genau das muss ich in meinem Leben machen."

"Hangover" veränderte alles

Ernsthafte und tiefgründige Rollen wollte der 1975 in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania geborene Cooper spielen - und wurde doch zunächst auf ganz andere Art und Weise bekannt. Nach dem Englischstudium an der renommierten Georgetown Universität in Washington und einem Schauspielstudium in New York bekam er einen Gastauftritt in der Serie "Sex and the City" und dann eine Rolle in der Action-Serie "Alias - Die Agentin". Aber seine Karriere wollte trotzdem nicht so richtig anlaufen und Cooper begann zu zweifeln. "Irgendwann muss man sich einfach damit abfinden, dass die Branche einen nicht will", sagte er einst frustriert dem Magazin "GQ".

Und dann kommt 2009 die Rolle, die alles verändern sollte: "Hangover". Die Komödie über einen Junggesellenabschied verhilft Cooper zum Durchbruch. "Mit "Hangover" haben wir den Jackpot gewonnen", sagte der Schauspieler dem Branchenportal "Deadline". "Das haben wir nicht kommen sehen." Cooper dreht noch zwei Fortsetzungen und wird 2011 vom Magazin "People" zum "Sexiest Man Alive" gewählt. "Umwerfende, babyblaue Augen" und ein "großartiges Lächeln" attestiert ihm das Magazin. Der Schauspieler wird zum Liebling der Boulevard-Presse, die seine kurze Ehe mit Jennifer Esposito und die zweijährige Beziehung mit Renée Zellweger - beides Schauspielkolleginnen - aufmerksam verfolgt.

Ernsthafte und hintergründige Rollen

Aber der Traum von den ernsthaften und hintergründigen Rollen lässt Cooper trotz des kommerziellen Erfolgs nicht los - und er erfüllt ihn sich. 2012 spielt er in der Tragikkomödie "Silver Linings" einen Mann mit einer manisch-depressiven Störung und wird prompt für den Oscar nominiert. Ein Jahr später bekommt er für seine Rolle in der Komödie "American Hustle" eine weitere Nominierung.

Zuletzt spielte Cooper, der seit dem vergangenen Jahr mit dem britischen Model Suki Waterhouse zusammen ist, in dem Independent-Film "American Sniper" mit, der im Februar in die deutschen Kinos kommen soll. Ein kommerzieller Erfolg wie "Hangover" ist damit nicht abzusehen - aber, so sagte Cooper dem Portal "Deadline": "Die Wahrheit ist einfach, wegen des Geldes habe ich den Job noch nie gemacht."

dpa / DPA