Vorwürfe gegen Julio Iglesias Spanische Staatsanwaltschaft weist Anzeige ab

Zwei ehemalige Angestellte werden Julio Iglesias sexuelle Nötigung vor.
Zwei ehemalige Angestellte werden Julio Iglesias sexuelle Nötigung vor.
© imago images/Andia
Die spanische Justiz hat eine Anzeige gegen Julio Iglesias wegen sexueller Nötigung abgewiesen - allerdings nicht, weil sie ihn entlastet.

Die spanische Justiz wird die schwerwiegenden Vorwürfe gegen den Weltstar Julio Iglesias (82) vorerst nicht weiterverfolgen. Wie die Staatsanwaltschaft laut Medienberichten am Freitag mitteilte, wurde eine Anzeige wegen sexueller Nötigung und Menschenhandels zu den Akten gelegt. Der Grund ist jedoch keine Entlastung des Sängers, sondern eine Frage der Zuständigkeit.

Vorwürfe von zwei Angestellten

Zwei ehemalige Angestellte hatten den heute 82-jährigen Entertainer beschuldigt, sie in seinen Anwesen in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft am Staatsgerichtshof erklärte nun, dass spanische Gerichte "nicht zuständig" seien, da die mutmaßlichen Taten außerhalb des spanischen Staatsgebiets stattgefunden haben.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters betonten die Strafverfolger jedoch, dass es den Frauen freistehe, rechtliche Schritte in den jeweiligen Ländern einzuleiten, in denen die Vorfälle stattgefunden haben sollen.

Die Vorwürfe kamen ans Licht, nachdem das spanische Nachrichtenportal "elDiario.es" und der Sender "Univision Noticias" eine dreijährige gemeinsame Recherche veröffentlicht hatten. Dabei wurden Aussagen von insgesamt 15 ehemaligen Angestellten gesammelt, die zwischen den späten 1990er-Jahren und 2023 für Iglesias tätig waren.

Eine Hausangestellte und eine Physiotherapeutin werfen dem Sänger sexuelle Übergriffe, Demütigungen und ein "Klima der totalen Kontrolle" vor. Die Berichte legen zudem nahe, dass Iglesias von weiblichen Angestellten Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten verlangt haben soll.

Julio Iglesias bestreitet die Vorwürfe

Julio Iglesias bestreitet die Anschuldigungen vehement. In einem Statement auf Instagram bezeichnete er die Vorwürfe als "absolut falsch" und als "schweren Angriff" auf seine Ehre. "Ich habe niemals eine Frau missbraucht, genötigt oder respektlos behandelt. Diese Anschuldigungen schmerzen mich zutiefst", so der Sänger.

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