HOME

Was macht eigentlich...: ...Vanessa Jean Dedmon?

Die Sängerin schaffte es bei "Deutschland sucht den Superstar" auf den dritten Platz. Für mehr Wirbel sorgte allerdings ihre Liebelei mit einem der Mitkandidaten.

Das war ein rasantes Jahr für Sie: Innerhalb weniger Wochen kannte Sie ganz Deutschland - genauso schnell aber gerieten Sie wieder in Vergessenheit.

Meine Fans haben mich nicht vergessen. Jungs rufen auf der Straße meinen Namen, Mädels schreien, zittern, fangen an zu weinen. Echt der Hammer.

Wo sind Sie zuletzt aufgetreten?

Bei Events von Coca-Cola und auf der Internationalen Funkausstellung. Und bei Neueröffnungen von Karstadt.

Wie bitter.

Überhaupt nicht. Da waren ganze viele Menschen, die mich einmal live hören wollten. Und irgendwie muss ich ja mein erstes Album finanzieren.

Wann soll es erscheinen?

Im Sommer, wenn alles gut geht. Soul und Rhythm'n'Blues mit deutschen Texten. Wir haben eine kleine Plattenfirma gegründet, die Dedmon's Music Group, das bin ich, mein Vater und mein neuer Freund...

...Sänger C.J. Taylor von der Band Rapsoul. Lassen Sie sich als Paar vermarkten - wie mit Mike Leon Grosch, Ihrem Konkurrenten bei "Deutschland sucht den Superstar"?

Nein, daraus habe ich gelernt. Es ist ohnehin schon kompliziert genug. Viele Rapsoul-Fans hassen mich, die sind neidisch, weil ich mit C.J. zusammen bin. Neulich in Berlin stand plötzlich ein Mädchen vor mir und zückte ein Messer. Aber davon lasse ich mich nicht einschüchtern.

Sie und Mike offenbarten damals wirklich alles: dass er Ihr Schlüsselbein sexy fand, dass Sie sich ein Zimmer in der Kandidaten-Villa teilten, aber selbst nach fünf Wochen noch keinen Sex hatten, dass...

Da waren wohl einige Details zu viel bekannt geworden.

War die Lovestory zwischen Mike und Ihnen ein PR-Gag, den sich ein findiger RTL-Redakteur ausgedacht hatte?

Nein, ich dachte, er wäre der Mann fürs Leben. Aber nach der Show waren die Gefühle weg, bei beiden. Er ist dann ja auch bald auf Tournee gegangen. Seit "DSDS" haben wir uns nicht mehr gesehen.

Ihre Eltern waren fast berühmter als Sie selbst. Die schleiften halb Wetzlar mit ins Studio, johlten, machten Party.

Sie haben das genossen. Nur gegen Ende wurde es etwas unschön. Als Nevio rausgewählt wurde und noch Tobi, Mike und ich im Rennen waren, bekamen meine Eltern Drohanrufe. Das haben sie mir aber erst viel später erzählt, damit ich mir während der Show keinen Kopf mache.

Einmal hatten Ihre Eltern ohne Ihre Zustimmung eine Autogrammstunde organisiert. Worauf Sie via "Bild" verkündeten, Sie wollten nie mehr nach Hause zurück.

Das habe ich so nie gesagt. Ich liebe meine Eltern, ich gehöre hierher nach Wetzlar.

Sind Sie gelegentlich froh, dass Tobias Regner zu Deutschlands Superstar gewählt wurde - und nicht Sie?

Wenn ich Tobi sehe - ja. Ich kann über alle meine Termine selbst bestimmen, ihm redet immer das Management rein.

Am 10. Januar startet RTL die vierte Staffel "DSDS". Was raten Sie den Kandidaten?

Sie sollen sich nicht den Spaß nehmen lassen. Es gibt viele Zwänge. Redaktion, die Produktionsfirma und das Management wollen einem alles vorschreiben…

... nämlich?

Was man zu singen hat. Und was man anziehen soll. Einmal hatten die ein Kleid für mich ausgesucht, das zeigte so viel Haut, das würde ich in meinen wildesten Träumen nicht tragen. Da hab ich gesagt, nee, mit mir nicht. Und sie hatten vorgeschlagen, ich solle mich für den "Playboy" ausziehen. Ich bin doch kein "Playboy"-Häschen, ich bin Sängerin!

Interview: Alexander Kühn / print