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WINONA RYDER: Ryder hat offenbar schon früher gestohlen

Winona Ryder war erst kürzlich von einer Jury wegen Diebstahls und Vandalismus schuldig gesprochen worden. Die 31-Jährige soll aber früher schon in anderen Kaufhäusern gestohlen haben.

Hollywoodstar Winona Ryder (»Hexenjagd«) soll bereits vor ihrer Verhaftung im vergangenen Dezember in anderen Nobelkaufhäusern gestohlen haben. Nach US-Medienberichten vom Freitag hat ein Gericht in Beverly Hills entsprechende Unterlagen über frühere Zwischenfälle, die von Kaufhausdetektiven beobachtet wurden, bekannt gegeben.

Am Mittwoch war die Schauspielerin von einer Jury wegen Diebstahls und Vandalismus schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß soll am 6. Dezember bekannt gegeben werden. Die 31-Jährige war vor einem Jahr in dem Nobelkaufhaus Saks Fifth Avenue in Beverly Hills mit unbezahlten Waren im Wert von über 5500 Dollar gefasst worden. Am Freitag wurde auch bekannt, dass ein Aktenordner mit vertraulichen Informationen über Ryder aus einem Gerichtsgebäude in Santa Monica verschwunden ist.

Polizei geht vermeintlichem Diebstahl nach

Nach Angaben der US-Fernsehsendung »Celebrity Justice«, die sich mit den Rechtsproblemen der Stars befasst, geht die Polizei dem möglichen Diebstahl nach. Die Unterlagen sollen Angaben über Ryders Finanzen, ihren Gesundheitszustand und private Beziehungen enthalten. Zwischen Mai 2000 und November 2001 soll Ryder in dem New Yorker Kaufhaus Barneys und bei Neiman Marcus in Beverly Hills drei Mal als Ladendiebin unter Verdacht geraten sein.

Angeblich wurde die Schauspielerin von Kaufhausdetektiven und Überwachungskameras beim Diebstahl beobachtet, aber nicht polizeilich belangt. Staatsanwältin Ann Rundle, die den Prozess gegen Ryder führte, wollte diese belastenden Vorwürfe den Geschworenen präsentieren.

Richter Elden Fox hatte dies jedoch bei einer Anhörung im Oktober abgelehnt. In dem einwöchigen Prozess, der am 28. Oktober begann, war Winona Ryder von Kaufhausdetektiven schwer beschuldigt worden. Eine Angestellte sagte aus, Ryder in einer Umkleidekabine beim Abschneiden von Sicherheitsetiketten beobachtet zu haben. Ihr Anwalt Mark Geragos stellte den Fall als Missverständnis und seine Mandantin als Opfer von übereifrigen Sicherheitsleuten dar.

US-Forscher suchen nach Kleptomanen für Studie

Wissenschaftler von der kalifornischen Stanford Universität suchen Kleptomanen, die an einer neuartigen Studie zur Behandlung des krankhaften Stehlens teilnehmen. Allein in den USA soll es über eine Million Kleptomanen geben, doch die Suche nach Testpersonen gestaltet sich schwierig. »Die Betroffenen geben ihr Problem ungern zu, weil sie etwas Illegales tun, das mit einem Stigma behaftet ist«, erklärte Elias Aboujaoude von der Stanford Universität in einem Interview mit der Zeitung »San Francisco Chronicle«. Die Forscher wollen erstmals ein Medikament, das zur Behandlung von Depressionen zugelassen ist, an 24 Kleptomanen testen. Ein ähnliches Medikament wurde bereits an Menschen, die unter einem zwanghaften Einkaufstrieb leiden, erforscht. In dieser Studie zeigte die Behandlung bei zwei Dritteln der Testpersonen gute Erfolge.

Nach Angaben der Zeitung haben die Ärzte bereits Aufrufe im Fernsehen und Radio geschaltet und wenden sich nun an Bewährungshelfer, um Freiwillige zu finden. Durch die Verurteilung der Schauspielerin Winona Ryder wegen Ladendiebstahls ist die Problematik in den letzten Tagen verstärkt in die Schlagzeilen geraten. Jedoch gehen nur etwa fünf Prozent aller Ladendiebstähle auf das Konto von Kleptomanen, wie die Forscher vermuten. Sie betrachten das krankhafte Stehlen als eine Zwangsstörung, die durch innere Impulse ausgelöst wird. Ihren Beobachtungen nach beschreiben die Betroffenen steigende Spannung vor der Tat, Befriedigung während des Diebstahls und anschließende Reue.

Die Ärzte wollen das Diebstahlverhalten der Testpersonen über mehrere Monate beobachten. Den Forschern zufolge besteht derzeit die Annahme, dass mehr Frauen als Männer unter Kleptomanie leiden. Männlichen Ladendieben würde eher kriminelles Verhalten unterstellt, während Frauen vor Gericht häufiger als Opfer von Zwangshandlungen betrachtet werden, vermutet Aboujaoude.