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Zickenkrieg in Hollywood: Jessica Alba stichelt gegen Gwyneth Paltrow

In ihrem neuen Buch preist Jessica Alba "The Honest Life". Eine aufrichtige Lebensweise traut sie Konkurrentin Gwyneth Paltrow dagegen nicht zu. Die bestätigt das indirekt auf ihrem Beratungsportal.

Von Frank Siering, Los Angeles

Dieser Tage nimmt Jessica Alba, 31, kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, potentielle Konkurrentinnen auf die Plätze zu verweisen. Auch dann nicht, wenn es sich bei der Nebenbuhlerin um keine Geringere als Gwyneth Paltrow, 40, handelt.

Während einer Promo-Tour für ihr neues Buch "The Honest Life: Living Naturally and True To You" erzählte Alba jetzt der New Yorker Zeitung "Daily News", dass sich Mütter mit ihren Alltagstipps wesentlich leichter identifizieren könnten als mit denen Hinweisen der schreibenden Konkurrenz. "Alicia Silverstone ist Veganerin. Also, sie kennt die extreme Seite der Ernährung. Gwyneth Paltrow führt wahrscheinlich ein ähnliches Leben wie ich, aber ich bin nicht mit tonnenweise Geld auf dem Konto aufgewachsen”, so eine etwas zu ehrliche Alba.

Die Hollywood-Mama und Jungunternehmerin wurde dann sogar noch etwas deutlicher: "Deshalb sind meine Tipps wesentlich verständlicher und normaler im Alltag anzuwenden; Dinge wiederverwerten, Sachen zuhause basteln, usw.", so Alba.

Gekonnter Krallenangriff gegen Paltrow

Ein gekonnter Krallenangriff gegen Paltrow, die mit ihren jüngsten Äußerungen mehr als deutlich gemacht hat, dass sie tatsächlich mit der Realität, in der die meisten Menschen leben, nicht mehr allzu viel gemeinsam hat.

War es doch Paltrow, die auf der Website ihres Lebensberatungs-Portals "Goop" Yogamatten für Frauen empfohlen hatte, die fast 1000 Dollar kosten - oder eine Feuchtigkeitscreme im Wert von 425 Dollar. In ihrem neuen Buch "It’s All Good" gab Paltrow sogar zu, dass ihre Kinder oftmals hungrig ins Bett gehen müssen, weil "wir oftmals ganz bewusst auf Kohlenhydrate verzichten", so die Iron-Man-Schauspielerin.

Im Paltrow-Haushalt scheint es demnach nicht allzu viel Leckeres zum Dinner zu geben. Eier, Zucker, Kartoffeln, Tomaten sind genauso verpönt wie Paprika, Fisch und jegliches Fleisch.

Ist es Verachtung oder Neid?

Vielleicht war es diese extreme Sichtweise der Kollegin, die Alba jetzt anspornten, sich Paltrow ganz bewusst vorzuknöpfen. Im Gegensatz zu Paltrow, deren verstorbener Vater war Regisseur, die Mutter ist Schauspielerin, wuchs Alba als Tochter eines Soldaten in eher ärmlichen Verhältnissen auf.

Oder ist es doch der Neid, der die 31-Jährige antreibt? Immerhin kämpfen Alba und Paltrow seit kurzem mit ihren beiden Unternehmen um dieselbe Klientel. Paltrow möchte mit "Goop" die Mütter für ihre gesunde Ernährung, Alba mit "The Honest Company" die Hausfrauen auf ihre Seite ziehen.

Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl

Böse Zungen in Hollwood behaupten gar, Alba würde Paltrow und ihre "Reiche-Leute-Mentalität" einfach nicht mögen. Auch wenn Paltrow sich derzeit in ihrer Haut sehr wohlzufühlen scheint. "Ich fühle, dass ich heute auf andere Frauen weniger bedrohlich wirke. Ich bin jetzt 40 und nicht mehr eine 26-Jährige mit einem Oscar in der Hand", so Paltrow.

Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, dass auch eine wie Paltrow zurückbeißen kann. Denn Jessica Alba mag zwar unglaublich umtriebig sein mit ihren neuen Unternehmungen, aber einen Academy Award hat die "Fantastic Four"-Darstellerin noch nicht auf dem Kaminsims. Noch nicht.