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Royal Ascot: Be-Hüte sich wer kann

Das Pferderennen in Ascot ist für seine Hüte mindestens genauso berühmt wie für die Pferde. Auch dieses Jahr übertreffen sich die Damen der High Society mit Pfauenfedern und Knallbonbons.

Nirgendwo werden Sport und Mode so zusammengeführt wie in Ascot. Ausgefallen behütete Damen der britischen High Society besuchen die Veranstaltung, die eher Gesellschaft- denn Sportereignis ist, und versuchen sich gegenseitig mit Hutkreationen zu übertrumpfen. Traditionell eröffnet Elizabeth II. das Spektakel, das dieses Jahr am 20. Juni begann. Die 80-jährige Queen erschien, wie immer, in einer offenen Kutsche. Zum königsblauen Mantel trug sie einen gleichfarbigen Hut mit asymetrisch gebundener rosafarbener Schleife, den der Designer Philip Somerville gestaltet hatte. Ehemann Prinz Philip, 85, an ihrer Seite sowie Thronfolger Prinz Charles trugen Frack und Zylinder. Schwiegertochter Camilla hatte einen crèmefarbenen Hut mit Federn auf dem Kopf.

Doch die Kopfbedeckung der Royal Family war brav im Vergleich zu der vieler anderer Gäste. Gesichtet wurden Damen mit riesigen, pinkfarbenen Knallbonbons auf dem Kopf, Gestecken aus Federn, die jeden Pfau vor Neid erblassen ließen, und filigrane Mobiles, die die Trägerin zum wandelnden Kunstwerk machten. Denn in Ascot gilt: Mehr ist mehr, schließlich ist die fünftägige Veranstaltung der Höhepunkt für High Society und Pferdefans. Vor der diesjährigen Saison wurde die Rennbahn für umgerechnet rund 293 Millionen Euro renoviert.

Das Royal Ascot geht auf die frühere Queen Anne zurück und steht bis heute unter der Schirmherrschaft des Königshauses. Der wichtigste Tag des Wettbewerbs ist der dritte Renntag, an dem das Rennen um den seit 1807 vergebenen Gold Cup stattfindet.

pie mit DPA
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