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Ex-Arzt von Helmut Schmidt: Klage erfolgreich: Promi-Kardiologe darf trotz Verurteilung weiter als Arzt praktizieren

Karl-Heinz Kuck gehört zu den angesehensten Herz-Spezialisten Europas. Nach einem Abrechnungsbetrug wollte ihm die Gesundheitsbehörde die Approbation entziehen. Kuck klagte. Und bekam nun Recht.

Karl-heinz kuck

Karl-Heinz Kuck, rechts, auf einer Pressekonferenz im Jahr 2015.

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Er war Arzt von Helmut Schmidt, behandelte Panik-Rocker Udo Lindenberg und auch David Bowie gehörte zu seinen Patienten: Der Hamburger Herz-Spezialist Karl-Heinz Kuck gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Mit 33 Jahren – halb so alt wie er jetzt ist – wurde er der jüngste Professor Deutschlands. 

Im Mai 2016 legte sich ein Schatten auf die glänzende Karriere: Der Kardiologe wurde wegen Abrechnungsbetrug zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro und einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Der damalige Chefarzt der Kardiologie in der Asklepios-Klinik St- Georg hatte Abrechnungen für Behandlungen an Patienten unterschrieben, die er nicht selbst erbracht, sondern an seine Oberärzte delegiert hatte. Es ging um einen Zeitraum von vier Jahren und rund 148.000 Euro. Kuck akzeptierte den Strafbefehl. 

Gesundheitsbehörde sieht Kuck als unwürdig an

Im Anschluss daran wollte die Hamburger Gesundheitsbehörde dem Arzt 2018 die Approbation entziehen, also die Erlaubnis als Arzt zu praktizieren. Kuck habe sich durch sein Handeln als unwürdig für den Arztberuf erwiesen, hieß es in der Begründung. Namhafte Mediziner-Kollegen setzten sich daraufhin für Kuck ein, auch ehemalige Patienten traten als Fürsprecher auf. Kuck legte zunächst Wiederspruch, dann Klage ein. Mit Erfolg.

Das Hamburger Verwaltungsgericht entschied am Mittwoch dass Kuck seine Approbation zurückerhält und somit auch als Arzt wieder Patienten behandeln darf. Die Begründung: Es wäre keine kriminelle Energie und kein persönliches Streben nach Gewinn seitens des Mediziners erkennbar gewesen. Seitens des Gerichts wurde Kucks Verhalten zwar als „unvernünftig“ bezeichnet, an seiner Integrität als Arzt hatte der Richter aber keinen Zweifel. Ein Berufsverbot sei nicht gerechtfertigt.

Nach Informationen des „Hamburger Abendblatt“ will Kuck auch weiter als Arzt arbeiten. Seine Tätigkeit im Krankenhaus St. Georg ist seit Sommer 2018 allerdings beendet.

Quellen: NDR, "Hamburger Abendblatt", "Mopo", "Welt


rös

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