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Online-Spiel Experte warnt: "Fortnite" zerstört das Sozialleben und führt zur Scheidung der Eltern

Ein Junge spielt völlig gebannt das Spiel Fortnite
Gerade Teenager sind oft völlig fasziniert vom Spiel "Fortnite"
© Alex Haney / Unsplash
Unzählige Jugendliche sind dem Online-Spiel "Fortnite" verfallen. Das kann unschöne Auswirkungen haben: Sie vernachlässigen ihre Freunde und Freizeitaktivitäten, agieren wie Junkies und lassen sich nicht einmal mit Essen vom Bildschirm weglocken.

Es hat einen verdammt hohen Suchtfaktor: Das Online-Spiel "Fortnite" begeistert (noch immer) eine ganze Generation junger Zocker und fesselt sie an die Bildschirme. Schon Teenies sind völlig verrückt nach dem Game, in dem man entweder Zombies oder gegnerische Teams ausschalten muss. Und ja – über angeblich süchtigmachende Spiele wurde schon vor zwanzig Jahren geredet. Und trotzdem ist aus den damaligen Spielern im Regelfall doch noch was "Ordentliches" geworden. "Fortnite" aber macht vielen Eltern tatsächlich Kopfschmerzen. Zu Recht?

Ja – sagt einer, der es wissen muss. Der Verhaltensforscher Michael Rich, Stationsleiter einer Kinderklinik in Boston, hat täglich mit Patienten zu tun, die sich einfach nicht vom Bildschirm losreißen können. Er erlebt die fatalen Folgen für das Alltagsleben der Jugendlichen und sieht auch, welchen Effekt das auf deren Familien hat. "Wir hatten ein Kind hier, das das Auto der Familie zerstört hat, weil es glaubte, sie hätten seine tragbare Spielkonsole darin eingeschlossen", berichtet der Mediziner. "Er nahm einen Hammer und zerschmetterte die Windschutzscheibe."

Jugendliche essen nichts mehr

Zudem hätte er bereits mehrere Kinder behandelt, deren Ärzte zuerst von körperlichen Beschwerden ausgegangen waren – da sie so abgemagert waren. Als Ursache stellte sich aber heraus, dass die mageren Patienten einfach keine Zeit mehr zum Essen fanden, weil sie das Spielen nicht unterbrechen wollten.

Generell hätte "Fortnite" auf viele Jugendliche fatale Auswirkungen, so Michael Rich. "Sie schlafen nicht mehr. Sie gehen nicht mehr zur Schule. Sie sagen soziale Aktivitäten ab. Viele Kids haben aufgehört, Sport zu machen, damit sie weiterspielen können", warnt er. Immer mehr Eltern seien so ratlos, dass sie ihr Kind zu Ärzten und Psychologen brächten, um den Bann des Spiels auf die Teenager-Gehirne zu brechen.

Eltern sind am Ende ihrer Nerven

Das ginge natürlich auch an Eltern nicht spurlos vorbei, sagt Rich. "Es ähnelt der Arbeit mit Eltern, die ein drogenabhängiges Kind haben". Die Sorge und Hilflosigkeit kann eine Ehe extrem belasten: "Mindestens ein Elternteil wird an den Punkt kommen, an dem es über Scheidung nachdenkt." Ob diese pessimistischen Ansichten aber tatsächlich den Großteil der "Fortnite"-Fans betreffen, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen.

Tut euren Eltern doch bis dahin zumindest den Gefallen und taucht regelmäßig zu den Mahlzeiten auf.

Quelle:"Daily Mail"

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wt

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