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Marketing-Stunt: Influencer fallen auf genialen Social-Media-Trick von Burger King rein

Burger King hat alte Tweets von Promis und Influencern dafür verwendet, die Wiedereinführung eines ihrer Produkte zu bewerben. Dafür reichte dem Fast-Food-Unternehmen ein ganz simpler Trick.

Screenshot aus Casey Neistats Rant

YouTuber Casey Neistat fühlt sich von Burger King ausgenutzt und fordert sie zur offiziellen Zusammenarbeit für einen guten Zweck auf.

Letzte Woche hat der Fast-Food-Riese Burger King angefangen, acht Jahre alte Tweets von Influencern und Prominenten wie Jimmy Fallon, Chrissy Teigen, Justin Bieber und Ariana Grande zu liken. Die Verwirrung war groß, wie die Reaktionen der Betroffenen belegen: 

 

 

Was hat Burger King vor?

Wie sich nicht viel später herausstellte, handelt es sich bei der Aktion um eine Social-Media Marketing Kampagne, eine ziemlich geniale noch dazu: Burger King bringen ihre 2010 erstmals erschienenen Funnel Cake Fries zurück und liken dafür alte Tweets. Nachdem die Influencer darauf ansprangen, folgte prompt die Antwort von Burger King: "Einige Dinge aus dem Jahr 2010 sind einen erneuten Blick wert – wie deine alten Tweets. Und Funnel Cake Fries. Hol sie dir jetzt für eine begrenzte Zeit."

Und so profitiert das Unternehmen von der Reichweite der Influencer, ohne dafür bezahlen zu müssen. Dafür erntet es natürlich eine ordentliche Portion Hate.

Casey Neistat ist sauer

Der YouTuber Casey Neistat findet das zum Beispiel gar nicht lustig. In einem Video erklärt er der Fast-Food-Kette, warum er den Trick für fiese Manipulation hält. 

"Wir Influencer sind keine Gehirnchirurgen oder Raketenwissenschaftler", sagt Neistat im Video. "Wir sind Menschen mit durchschnittlicher Intelligenz. Und deshalb ist es nicht schön, uns dazu zu bringen, eure zuckerüberzogenen Pommes zu verkaufen."

Er vergleicht sich und die anderen Influencer mit Mäusen, die den Käse rochen und in die Falle gerieten. Was ihn am meisten störe: Wie genial die Aktion ist. Am Ende des Videos fordert er Burger King dazu auf, doch etwas Gutes mit ihm zusammen zu tun: etwas zu spenden, zum Beispiel. Auch darauf kam prompt eine Antwort der Fast-Food-Kette:

Ob es sich hierbei also um eine mega-geniale Marketing-Kampagne handelt oder bloß um das fiese Ausnutzen der Reichweite von Menschen, die auf Kooperationen angewiesen sind, muss jeder Follower – und jeder Burger-King-Kunde – am Ende für sich entscheiden.

ivy