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Kinder-TV: "Spongebob" hat mir Albträume bereitet – warum mich Kinderserien bis heute gruseln

Die amerikanische Cartoon-Serie "Spongebob Schwammkopf" ist eine der beliebtesten Kinderserien des 21. Jahrhunderts. In meiner Kindheit sorgte sie jedoch dafür, dass ich nicht schlafen konnte. Kinderserien gruseln mich noch heute.

Von John Baller

Der aufgedrehte, sorglose Schwamm ist eigentlich gar nicht so süß. Spongebob Schwammkopf hat unserem Autoren Albträume beschert.

Der aufgedrehte, sorglose Schwamm ist eigentlich gar nicht so süß. Spongebob Schwammkopf hat unserem Autoren Albträume beschert.

Picture Alliance

Noch heute zählt "Spongebob Schwammkopf" zu den meist bekannten Kinderserien weltweit. Besonders beliebt ist die Serie bei Kleinkindern – aber auch bei Kiffern. Bei mir ist das leider anders: Seit meinen schlaflosen Nächten als Sechsjähriger zählt "Spongebob Schwammkopf" für mich zu der Art Fernsehprogramm, das mir Angst bereitet. Die meisten Folgen fand ich zwar amüsant, doch die ein oder andere hat auch dafür gesorgt, dass ich mir kurz die Hände vors Gesicht halten musste. Und ab und an habe ich sogar Albträume bekommen.

Warum bescherte mir ausgerechnet eine Kinderserie Albträume?

Nur um eins klarzustellen: Ich war nicht einfach ein super ängstliches Kind, das sich bei jeder Serie in die Hosen macht. Aber trotz heimlichen "James Bond"- und "Herr der Ringe"-Guckens waren es tatsächlich die Serien, die für Kinder bestimmt sind, die mir Angst gemacht haben. Heute hat sich meine Furcht vor der viereckigen Verkörperung von guter Laune natürlich gelegt, auch damals waren nicht alle Folgen gruselig. Aber generell verstehe ich immer noch, warum ich vor der Kinderserie Angst hatte: Die Folge vom "Hackfleisch-hackenden Zerhacker" zum Beispiel oder die, in der Spongebob am Ende einer Buslinie ankommt und der Bus stets wegfährt, wenn Spongebob versucht einzusteigen. Garantierter Albtraumstoff! 

Was mich immer in Schrecken versetzt hat, war, wenn die Proportionen vom Gesicht des Schwamms verzerrt wurden, wenn er zum Beispiel in der Glaskuppel des Eichhörnchens Sandy langsam durchdreht.

Ich bin nicht der Einzige!

Auf der Suche nach meiner Sechsjährigen-Würde wollte ich mich deshalb informieren, ob auch noch andere Leute meine Furcht vor bestimmten Kinderserien teilen. Ich erkundigte mich bei Freunden und Kollegen.

Die Reaktionen waren unterschiedlich: Einige haben mich verdutzt angeguckt oder fast schon ausgelacht (wer Böses denkt, könnte vermuten, dass sie ihre eigenen Ängste überspielen wollten), andere bestätigten ähnliche Erfahrungen und erzählten von eigenen Zeichentrick-Ängsten. 

Nach vielen nostalgischen Momenten in fiktionalen Welten wie "Lilo und Stitch", "Jimmy Neutron" und "Die Ren & Stimpy Show" fragte ich mich, was es mit Zeichentrickserien auf sich hat. Dabei hat sich herausgestellt, dass meine Angst tatsächlich einen eigenen Namen trägt: Kyrofelonoshophobia, die Angst vor Zeichentrickfiguren.

Die Expertenmeinung lässt mich wie einen Angsthasen dastehen

Ich habe mich an den Kinder- und Jugend-Psychiater Michael Schulte-Markwort gewandt, um meiner Spongebob-Angst auf die Schliche zu kommen und herauszufinden, ob Zeichentrickserien einen anderen Effekt auf die Psyche von Kindern haben können als "normale" Serien. In einem kurzen E-Mail-Austausch wurde ich von dem Professor belehrt: "Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied [zwischen animierten und normalen Kinderserien, Anm. d. Red.]. Die Angst von Erwachsenen, dass Kinder nicht das Übertriebene, Irrationale eines Zeichentrickfilms verstehen, stimmt nicht."

Meine spezifische Hysterie vor zum Beispiel dem austrocknenden Spongebob, die durch die Verzerrung seines Gesichts illustriert wird, hat laut Schulte-Markwort den Grund, dass ich sozusagen nicht entwickelt genug war, was ehrlich gesagt ziemlich deprimierend ist: "Surreale Verzerrungen können ängstigen, aber immer nur dann, wenn Kinder von ihrem Alter bzw ihrer Entwicklung her nicht ausreichend vorbereitet sind auf besondere Darstellungen. Jedes gesunde Kind wird sich abwenden und sich Hilfe holen."

Ob ich ein gesunder Erwachsener bin, wenn ich mich durch diesen Artikel selber therapiere, hab ich ihn lieber nicht gefragt. Vielleicht habe ich ja auch das Problem, dass mir die "niedlichen" Serien zu viel des Guten sind, "Herr der Ringe" aber mit acht Jahren voll fit ging. Schon vor Spongebob habe ich beim Hören von "Benjamin Blümchen"-Hörspielkassetten Panikattacken bekommen. Zum Glück habe ich da die Stopp-Taste gefunden. Aber das soll mich nicht runterkriegen. Falls es noch jemanden da draußen gibt, der meine verhöhnte Zeichtrick-Kindheit teilt, bin ich immer bereit, eine Spongebob-und-Benjamin-Blümchen-Selbsthilfegruppe zu gründen.

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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.