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Tweet von Tim Allen: "Toy Story 4" kommt bald: Der erste Teil hat mich als Kind damals total verstört

Bald kommt "Toy Story 4" in die Kinos. Und alle werden es lieben, verspricht Tim Allen, der Buzz Lightyear spricht, auf Twitter. Der erste Teil war damals einer der Lieblingsfilme unserer Autorin – und hat sie trotzdem vollkommen verstört.

"Toy Story" hat mich verstört

Der erste Film von "Toy Story" kam 1995 in die Kinos

Picture Alliance

"Du hast'n Freund in mir ... Du hast'n Freund in mir ..." Dieses Lied hat sich für immer in mein Gehirn gebrannt. Es stammt aus dem Pixar-Film "Toy Story", der 1996 in die deutschen Kinos kam. Es war damals der erste vollständig am Computer erstellte Kinofilm. Eine Sensation! Ich muss vier oder fünf Jahre alt gewesen sein, als ich ihn später das erste Mal auf Videokassette angeschaut habe. Wenn ich so zurückdenke, ist es der erste richtige Film, bei dem ich mich überhaupt erinnern kann, ihn gesehen zu haben. Was ich ganz genau weiß: Es war einer meiner Lieblingsfilme. 

Hauptfigur ist der Cowboy-Sheriff Woody (gesprochen von Tom Hanks), der – wie der Name des Animationsfilms schon verrät – kein Mensch, sondern ein Spielzeug ist. Sogar das Lieblingsspielzeug seines Besitzers Andy. Woody wohnt in Andys Zimmer zusammen mit den anderen Spielsachen wie einer mies gelaunten Kartoffelkopf mit Gesicht, einem wackeligen Dackel, einem ängstlichen T-Rex und einem ehrlichen Sparschwein. Eines Tages bekommt die Truppe Zuwachs, denn Andy kauft sich eine neue, innovative Actionfigur: Buzz Lightyear, ein arroganter Space-Ranger (gesprochen von Tim Allen). Mit seinen coolen Tricks ist er sofort beliebt bei den anderen. Woody ist eifersüchtig und versucht, ihn loszuwerden. Bei einem missglückten Manöver, schleudert er Buzz versehentlich aus dem Fenster in den Vorgarten – ein Todesurteil. Die anderen sind wütend auf Woody. Auf einem Ausflug mit Andy trifft Woody wieder auf Buzz, der sich selbst gerettet hat. Sie streiten sich, blabla, und irgendwann sind alle wieder Freunde. 

Tim Allen verspricht, wir werden "Toy Story 4" lieben

Es gibt im Film einige sehr gruselige Szenen mit dem Nachbarsjungen Sid, der aus Spielzeugen gruselige Zombies bastelt: eine Metall-Spinne mit Puppen-Kopf, ein Auto mit Puppen-Armen statt Reifen, eine Angel mit Barbie-Beinen ... als Kind fand ich das ganz schön gruselig, aber das ist es gar nicht, was mich so verstört hat. Als Tim Allen diese Woche getwittert hat "Ich bin heute mit Buzz für 'Toy Story 4' fertig geworden und wurde emotional. [...] Ihr werdet dieses Werk, das Pixar kreiert hat, lieben", musste ich wieder daran zurückdenken, wie sehr mich der erste Teil selbst im Nachhinein beeinflusst hat.

Ich habe JAHRELANG gedacht, dass Spielzeuge tatsächlich Gefühle haben und lebendig werden, wenn ich nicht da bin. Ich habe meinen Kuscheltieren jeden Abend vor dem Schlafengehen einen Gute-Nacht-Kuss gegeben und sie alle akkurat in meinem Bett aufgereiht. Keiner durfte vergessen werden, damit niemand eifersüchtig wird. Ich habe es nie übers Herz gebracht, auch nur irgendeines meiner Spielsachen wegzugeben (zumindest nicht die mit Gesicht), weil ich sie nicht traurig machen wollte. Ich habe geweint, wenn im Fernsehen ein Stofftier kaputt gemacht wurde. Und so ein bisschen ist das auch heute als 26-Jährige noch in meinem Gehirn gespeichert. An einem Paar süßer Knopfaugen kann ich nur schwer vorbeilaufen, und als ich den Dachboden meiner Eltern aufgeräumt habe, ist es mir schwer gefallen, die Stofftiere auszusortieren.

Danke, Pixar! Mit dem nun vierten Teil dieses "harmlosen" Films (FSK 0!!!!) wird die nächste Generation Kinder in den Spielzeug-Wahnsinn getrieben. 

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