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Fremdschämen für Fortgeschrittene: "Ich schwöre, ich liebe sie": Die Bachelorette und die Poesie ihrer Einzelgespräche

Die aktuelle Staffel der "Bachelorette" setzt selbst für das berüchtigte Format neue Maßstäbe – was die Dialoge betrifft. Sobald einer der Jungs die umgarnte Gerda zum Vier-Augen-Gespräch nötigt, kommen die kuriosesten Konversationen zustande.

Das Netz macht sich über Kandidat Tim lustig

Wie immer im Sommer lässt RTL "Die Bachelorette" auf die Suche nach einem geeigneten Rosenkavalier gehen. Dass in der aktuellen Staffel die Kandidatenriege selbst für die Maßstäbe des berüchtigten Formats ziemlich einzigartig ist, haben wir bereits festgestellt.

Doch was die Jungs vor allem in ihren heißbegehrten Einzelgesprächen mit Bachelorette Gerda so von sich geben, übertrifft selbst die kühnen Erwartungen, die wir seit Folge eins hegen. Die Highlights der aktuellen Episode haben wir deshalb für euch protokolliert – denn erst niedergeschrieben entfachen diese Dialoge ihre volle Pracht. Vier beeindruckende Beispiele, wie (geistes-)schwach die starken Männer im Angesicht der schönen Frau werden.

Die Bachelorette

Seltene Zeit zu zweit: Die Bachelorette Gerda geht bei Liebesanwärter David auf Tuchfühlung

Die Bachelorette: Gespräche mit Gerda

Gerda und Jonas

Mechatroniker Jonas ist bisher vor allem mit seiner ausgesprochenen Zurückhaltung aufgefallen. Beim Bootsausflug fasst sich der Schwarzwälder schließlich ein Herz und "entführt" Gerda aufs Oberdeck, um auf seine Weise mal ein bisschen Tacheles zu reden. Es entwickelt sich der Moment, in dem Gerda wohl entscheidet, dem 29-Jährigen in der folgenden Entscheidungsnacht keine Rose mehr zu überreichen.

Gerda: Und wie ist es so in der Villa für dich mit den anderen?

Jonas: Also mega cool ...

Gerda: Ja?

Jonas: ... mega entspannt, ja. Kommen alle gut miteinander aus. Gestern hat's jetzt halt mal richtig gekracht, ja?!

Gerda (lacht unsicher): Echt? Krass ...

Jonas: Unter anderem auch, ja, wegen mir ein bisschen.

Gerda: Wegen dir?

Jonas: Ja.

Gerda: Wieso?

Jonas: In der Nacht der Rosen, wie der Marco da so stand, ja, das fand ich nicht so in Ordnung, das sah so aus wie so'n kleines Kind, wo ich zu dir gehen wollte ...

Gerda: Ach so ...

(Clip aus der Nacht der Rosen wird eingespielt)

Gerda: Vielleicht denkt er, dass du halt dich, ja, wie du sagst, dich nicht traust oder so, aber ... ich denk mir auch, du bist ja nicht ... ja, du bist ja nicht 12, ne, also du kriegst das ja schon allein hin ... du bist ja auch allein hierher gekommen.

Gerda und Tim

Auf Tim hat Gerda schon länger unübersehbar ein Auge geworden. Folgerichtig wählt sie den Polizisten aus Kirchheim an der Teck nach einem Gruppen-Shooting im Amphitheater zum romantischen Einzeldate bei Kerzenschein aus. Sie will die Sache sichtbar offensiv angehen, aber der 25-Jährige ziert sich so arg, dass sich auch beim Zuschauer alles zusammenzieht.

Tim: Als wir das Abenteuer hier gestartet haben, da hat, glaub ich, niemand gedacht, dass es einen so emotional mitnehmen könnte ...

Gerda: Mhm ...

Tim: Ich glaub, das haben viele unterschätzt.

Gerda: Aber ich hab das auch unterschätzt.

Tim: Ja, und ich denke eben, je weiter es geht, je mehr Entscheidungen du getroffen hast, desto krasser wird das auch.

Gerda: Ja. Aber ich entscheide mich ja auch sehr bewusst für jemanden, weißt du, ich hätte ja auch heute, klar, auch jemand anderen nehmen können. Ich glaub auch, dass du das merkst. (Pause) Oder? (Lacht laut auf) Merkst du das?

Tim: Tue ich, ja, und das freut mich auch wirklich sehr.

(Gerda versucht Tim näherzukommen, was ihm etwas unangenehm zu sein scheint. Sie legt eine Decke über ihre und seine Beine)

Gerda: Brauchst du auch?

Tim: Oh ja, das ist gut.

(Sie legt den Kopf an seine Schulter)

Tim: Ähm ... (hält lange inne) Sorry, jetzt bin ich ein bisschen durcheinander gekommen.

Gerda (lacht): Wieso?

Tim: Ich weiß nicht ...

Gerda: Setz ich dich so unter Druck oder so?

Tim: Nee, das nicht, aber ... (lacht verlegen)

Tim (aus dem Off): Sie hat so ein bisschen meine Nähe gesucht, aber was das Intime betrifft, bin ich dann doch eher der zurückhaltende Typ.

Gerda und Oggy

Oggy war bislang vor allem mit ausgedehnten Trainingseinheiten am Pool der Jungsvilla aufgefallen, die er normalerweise in Jeans-Shorts absolviert. Aber der 27-Jährige ist mehr als bloß ein bärtiges Muskelpaket – und das möchte er Gerda im Einzelgespräch offenbar unbedingt demonstrieren.

Oggy: Gerda, ich bin ehrlich ...

Gerda: Ja.

Oggy: ... (seufzt) Ja, wo soll ich anfangen? Jetzt ist ... (stockt)

Oggy (aus dem Off): Wenn du unter Druck etwas machen musst und Versagensängste hast, dann wirst du nervös, und das ist so ein Karussell, da kommst du, da fährst du die einfach mal ganze Zeit in diesem Karussell ...

Oggy (zu Gerda): ... halt ... wie soll ich sagen? Ich bin voll nervös ...

Oggy (aus dem Off): ... und auch ich bin in diesem Karussell rumgefahren.

Gerda: Alles gut. Entspann dich.

Gerda (aus dem Off): Ich war erstmal überrascht. Ich wusste halt nicht genau, äh, was er mir jetzt sagen möchte.

Ogyy (zu Gerda): Auf jeden Fall ... (stockt wieder) ... ah, ich verkack gerade richtig! Ich schwöre ...

Gerda (lacht): Nein, alles gut.

Gerda (aus dem Off): Ich dachte mir, ok, jetzt kommt vielleicht irgendeine Ansage oder so, weil ich kenn ihn ja mittlerweile so, er macht ja manchmal auch so Ansagen ...

Oggy (setzt wieder an): Ich geh mit einer Idee durch das Leben, wo ich sag, ok, ich möchte eine Frau fürs Leben finden und ein Nest mit ihr aufbauen. Und ich möchte dir was zeigen. Ich habe immer zwei Bilder dabei. Es sind Kinder. Meine Neffen, also Neffe und Neffin, und ...

Gerda: Nichte.

Oggy: Nichte nennt man das?

Gerda: Ja (lacht).

Oggy: Oh mein Gott.

Gerda: Neffin (lacht).

Oggy (aus dem Off): Neffin?!? Ich bitte dich – Neffin! (lacht)

Oggy (zeigt Gerda ein Foto): Ich zeig dir die einfach mal, das ist der Erstgeborene ...

Gerda: Oh, ist der süß! Oh, ist das süß!

Gerda (aus dem Off): Oggy ist ein sehr familienlieber Mensch. Für ihn ist das alles, glaub ich, auch so'n bisschen schwierig, so mit diesem Konkurrenzkampf ...

Oggy (zu Gerda mit Blick auf die Fotos): Ich liebe sie. Ich schwöre, ich liebe sie. Vielleicht hast du ja auch irgendwo ein Passbild rumfliegen, dann würde ich das gerne auch ... mit ... da reinnehmen.

Gerda: Ich habe ein ganzes Fotoalbum mitgenommen hierhin.

Oggy: Ja? Perfekt.

Gerda und Mudi

Schock für Gerda: Ihr ist zu Ohren gekommen, dass einer der Kandidaten in festen Händen sein soll. Sie konfrontiert die Jungs in der Nacht der Rosen mit dem Gerücht und hofft, dass der Schlingel sich bei ihr melden wird. Später am Abend wird sie dann von Tänzer Mudi zum Gespräch gebeten.

Mudi: Ja, ich wollt mich nochmal für gestern bedanken, für das Shooting, und ich fand's wirklich mega cool, und ich wünsch mir für die Zukunft, dass wir eventuell nochmal sprechen können und vielleicht mal auf ein Einzeldate ...

Gerda: Ja. Willst du noch irgendwas sagen?

Mudi: Nein, eigentlich nicht. 

Gerda: Nein?

Mudi: Nein, warum?

Gerda: Weil die Ansprache, die ich eben gehalten habe, das hatte was mit dir zu tun.

Mudi (stutzt): Ok?! Also, das kann ich nicht bestätigen, das ist definitiv nicht so. Ich bin aktuell seit ungefähr einem Jahr Single ... so. Aber was ich dir sagen kann: Es war ein Hin und Her, wir hatten auch mal zwischendurch mal wieder Kontakt, dann waren wir immer mal wieder zusammen und dann wieder getrennt, das kann ich dir wohl sagen, aber aktuell bin ich seit paar Monaten Single.

Gerda (aus dem Off): Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass er mir so hundertprozentig die Wahrheit sagt, also es war alles so'n bisschen durcheinander und ich konnte auch nicht so ganz durchblicken.

Mudi: Es gibt natürlich auch viele Neider.

Gerda: Klar, ich will dir natürlich schon glauben. Ich weiß halt nicht, ne, lief da irgendwas oder ... was hat sie ... falsche Hoffnungen oder ... keine Ahnung. Ist halt schwierig, ne.

Mudi: Ja. Also ich würd lügen, wenn ich jetzt sagen würde, da wird gar nix gelaufen sein – ich bin halt nun mal 'n Mann, wie jeder andere auch hier, ne. Natürlich war das so, aber ... ich bin nicht in einer Beziehung.

Gerda (aus dem Off): Seine Aussagen waren schon sehr .. ähm, ja ... verzweigt, sag ich mal so. Weil er ja auch gesagt hat, ähm, er wäre seit einem Jahr Single, äh, aber irgendwie war da dann doch irgendwas, und ich musste ihm ja auch keine Namen sagen, also er wusste ja anscheinend auch direkt, von wem ich rede, weil er hat ja nicht gefragt: Oh, wer hat das denn erzählt?

Mudi: Das ist, äh, ich brauch dich nicht anzulügen. Wenn es so wäre, dann wäre ich jetzt auch nicht hier. Hör einfach auf dein Gefühl, und ich würd mich freuen, wenn das, wie gesagt, in ferner oder naher Zukunft nochmal zum Date kommt, dass wir nochmal die Chance haben, miteinander zu reden. In mir steckt auf jeden Fall noch mehr und ich möchte, dass du es kennenlernst.