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"Negative Space": Rührender Kurzfilm über Vater-Sohn-Beziehung ist für den Oscar nominiert

Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist speziell. Geprägt wird sie oft durch vermeintliche Kleinigkeiten, die aber vor allem dem Sohn die Welt bedeuten können. Von so einer "Kleinigkeit" erzählt ein französischer Kurzfilm, der gerade für den Oscar nominiert wurde.

Negative Space

Szene aus "Negative Space": Wenn Vater und Sohn Koffer packen

Vater und Sohn - das ist immer ein besonderes Verhältnis. Die Beziehung zum Vater prägt die Persönlichkeit des Sohnes nicht selten fürs Leben. Oft sind es Kleinigkeiten, die dabei eine große Rolle spielen: So mancher Sohn teilt mit seinem Vater die Leidenschaft für Autos, andere unternehmen gemeinsame Angelausflüge an den See oder messen Kräfte auf dem Tennisplatz.

Im Kurzfilm "Negative Space" (dt. "Vergeudeter Platz"), der auf einem gleichnamigen Gedicht von Ron Kourtney basiert, packen Vater und Sohn zusammen Koffer - immer dann, wenn der Vater mal wieder zur Geschäftsreise aufbricht. Die gemeinsame Aktivität ist das Bindeglied ihrer Beziehung.

"Negative Space" und seine traurige Pointe

Ausführlich erklärt der Sohn die Tricks und Kniffe, die ihn sein Vater gelehrt hat: wie möglichst viele Kleider und Gegenstände auf möglichst wenig Raum Platz finden. Die traurige Pointe der Geschichte, die in Stop-Motion-Technik von Ru Kuwahata und Max Porter realisiert wurde, verrät viel über die Nachhaltigkeit dieser Verbindung: Noch am Sarg des Vaters zieht der Sohn die Parallele zum Kofferpacken.

"Negative Space" wurde für den Oscar als "bester animierter Kurzfilm" nominiert. Eine verdiente Ehre? Wir finden: ja.

Hier könnt ihr euch den Clip anschauen und euch selbst ein Urteil bilden:

tim
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