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Moderator mit Bahn-Bonus: Intercity hält auf offener Strecke – nur damit Jan Böhmermann aussteigen kann

"Böhmi stoppt die Deutsche Bahn!", heißt es großspurig im neuen Teaser von "Fest & Flauschig", dem Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz. Die aberwitzige Geschichte dahinter verrät der Satiriker in der dazugehörigen Folge.

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Am 2. November setzt Jan Böhmermann einen Tweet ab, mit dem er bei seinen Fans für Verwunderung sorgt. "Die @DB_Bahn ist das beste Mobilitätsunternehmen der Welt!", schreibt der Moderator in der Kurznachricht, und weiter: "Ich werde nie wieder einen schlechten Witz über die Deutsche Bahn machen! Der Herrgott segne alle Zugführerinnen und Zugführer, alle Bahnbediensteten und das gesamte Unternehmen!"

Was ist passiert? Wie ironisch ist die übertriebene Lobhudelei wohl gemeint? Gilt etwa, wie so oft, mal wieder genau das Gegenteil von dem, was der Satiriker behauptet (schließlich gehört die Deutsche Bahn seit jeher zu seinen Lieblingsopfern)? Die Auflösung präsentiert Böhmermann in der aktuellen Folge seines Podcasts "Fest & Flauschig".

Jan Böhmermann: "wahnsinnige Geschichte"

Böhmermann sei an jenem 2. November laut eigener Aussage im Anschluss an den mysteriösen Vorfall so dermaßen aufgeregt und "randvoll mit Adrenalin" gewesen, dass er sogar seinen Moderationskollegen Olli Schulz gleich angerufen habe, um ihm die "wahnsinnige Geschichte" zu erzählen. Dies tat Böhmermann dann direkt noch einmal, diesmal für seine Podcast-Hörer: Demnach habe er in der Woche zuvor mit der Bahn von Hamburg nach Bremen fahren wollen, um dort im Rahmen einer Veranstaltung der Tageszeitung "Weser-Kurier" interviewt zu werden.

Im Gewusel am Hamburger Hauptbahnhof sei Böhmermann aber aus Versehen in den falschen Zug gestiegen und habe sich deshalb plötzlich an Bord des Intercity Sprinter befunden, der ohne Zwischenstopp von Hamburg nach Essen durchfährt. Sofort habe ihn die Panik befallen, weil ein pünktliches Erscheinen um 20 Uhr beim Event in Bremen nun nicht mehr möglich gewesen sei, da der Zug den Zielort Essen planmäßig um 19.40 Uhr erreichen sollte.

Daraufhin habe Böhmermann seine Situation dem Zugchef mitgeteilt. Der Bahn-Mitarbeiter habe sich zurückgezogen und "bestimmt eine Viertelstunde lang" telefoniert, sich anschließend aber zunächst skeptisch gezeigt, dem Moderator helfen zu können.

Erst nach Rücksprache mit der Netzzentrale in Berlin sei der Zugchef noch einmal auf Böhmermann zugekommen. Es sei eine absolute Ausnahme, aber er könne Böhmermann auf freier Strecke aus dem Zug lassen, da der Zug ohnehin bereits Verspätung habe und es "auf die Minute" nicht ankäme.

Deutsche Bahn: "eine absolute Ausnahme"

Der IC habe kurz darauf tatsächlich in Lauenbrück zwischen Hamburg und Bremen gehalten, damit Böhmermann "auf einem leeren Bahnsteig" aussteigen konnte. "Dass das überhaupt möglich ist", so der Moderator in seinem Podcast: "unfassbar!" Am Ende sei er mit dem Metronom nach Bremen weitergefahren und dort zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung angekommen. Als "mein absolutes Lebens-Highlight bis jetzt" bezeichnet Böhmermann die Geschichte in "Fest & Flauschig": "Das werde ich auf dem Sterbebett noch allen, die es hören wollen, erzählen." Außerdem verspricht der Moderator der Deutschen Bahn, nie wieder einen schlechten Witz über das Unternehmen zu machen.

Die Deutsche Bahn hat den Sonderhalt des IC 2195 im Bahnhof Lauenbrück gegenüber NEON bestätigt: "Der zusätzliche Halt des Intercitys war eine absolute Ausnahme, die nicht den vorgegebenen Regularien entspricht", heißt es auf Nachfrage in einem Statement. Im Interesse aller Fahrgäste solle dies wirklich ein Einzelfall bleiben: "Wir weisen den Kollegen entsprechend darauf hin. Konsequenzen hat die Aktion jedoch nicht."

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.