HOME

Albtraum Jeanskauf: Dieser Tweet zeigt, warum Kleidergrößen nichts über den eigenen Körper aussagen

Wer neue Kleidung kauft, kann sich auf die Konfektionsgröße schon lange nicht mehr verlassen. Mit diesen Tipps brauchst du dich beim nächsten Einkauf nicht mehr zu ärgern.

Eigentlich will man sich doch nur eine Jeans kaufen – doch bis die passende Größe gefunden ist, hat sich die Shopping-Lust schon längst in Shopping-Frust verwandelt. Denn ob im Online-Shop oder im Geschäft – Hosen, Blusen und Shirts fallen je nach Marke total unterschiedlich aus. Wie der Tweet dieser Userin beweist, kann man also sieben Jeans in sieben unterschiedlichen Größen im Schrank haben:

"Nur falls ihr euch wundert, warum Frauen beim Einkaufen frustriert sind – jede dieser Jeans hat Größe 38", schreibt sie dazu. Ihr Tweet wurde mittlerweile über 9000 Mal geteilt und erhielt 21 000 Likes. Genervte und verzweifelte Einkäuferinnen posten ebenfalls Bilder und berichten von absurden Erfahrungen beim Einkaufen.

"Size Germany"

Aber wieso ist die eigene Kleidergröße so ein Problem, wenn es ums Einkaufen geht? Die sogenannte Konfektionsgröße richtet sich in der Regel nach Körpermaßen – also unter anderem nach der Körpergröße, dem Brustumfang und der Innenbeinlänge. In Deutschland kennen wir traditionell Größen, die in den 30er anfangen (32, 34, 36 ...). Für die genaue Festlegung der Konfektionsgrößen hat das Textilforschungsinstitut Hohenstein eine deutsche Konfektions-Tabelle entwickelt – die sogenannte "Size Germany". Dafür wurden 13.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter zwischen sechs und 87 Jahren gescannt und vermessen und danach die Konfektionsgröße festgelegt. Viele Hersteller nutzen die Daten zwar als Vorlage, aber sie sind keine verbindliche Norm. Zudem unterscheiden sich die Größen selbst innerhalb der einzelnen EU-Länder und dem amerikanischen Markt noch einmal.

Tipps zum Kleiderkauf

Wie die Kleidung ausfällt, hängt daher oftmals von der Philosophie der Unternehmen ab. Um nur eine gewisse Zielgruppe zu erreichen, schneidern bestimmte Marken zum Beispiel besonders klein, damit vermeintlich dickere Menschen ihre Kleidung gar nicht erst kaufen. Andere Marken zeichnen Kleidungsstücke bewusst kleiner aus, um den Kunden und Kundinnen zu schmeicheln – wer sonst eine 42 trägt, passt dann vielleicht in eine 38. Zudem wird Kleidung oft auf einen speziellen Markt zugeschnitten, wie zum Beispiel für die oftmals sehr zierlichen Asiatinnen. Aber was kann man tun, um seine Größe herauszufinden?

1. Das Maßband schwingen

Wer Körpergröße, Brunstumfang, Unterbrustumfang, Taille, Hüfte und Innenbeinlänge einmal ausmisst und notiert, kann sich damit entweder im Geschäft beraten lassen oder in den Größentabellen der einzelnen Hersteller seine passende Konfektionsgröße nachschauen.

2. Konfektionsrechner oder Größen-App

Für jede Art von Kleidung und jede Ländergößen gibt es sogenannte Konfektionsrechner. Hier kann man seine Maße eintragen und errechnen, welche Hut-, Hosen- oder Hemdengröße man hat.

3. Bewertungen anderer Käufer lesen

Zum Glück ist man beim Shoppen nicht allein. An den Kommentaren und Bewertungen anderer User kann man oft sehen, wie die Kleidungsstücke ausfallen und ob man sie lieber kleiner oder größer kaufen sollte. Mittlerweile geben auch viele Unternehmen an, welche Größe die Model auf den Produktbildern tragen, um den Käufern eine Orientierung zu geben.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes trägt die deutsche Durchschnittfrau übrigens Konfektionsgröße 42/44. Mal ganz abgesehen davon, dass das Größen-Roulette beim Einkaufen wirklich nervig ist – letztlich sieht niemand die Zahl, die in der eigenen Hose eingenäht ist. Wichtig ist vor allem, sich in der eigenen Kleidung wohlzufühlen.

Ivy testet Beauty Hacks
lau