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Jodel-Geschichte: Wenn dein Ex-Professor plötzlich zu dir sagt: "Ich bin dein Vater"

Eine junge Studentin erzählt bei Jodel, dass ihr ehemaliger Dozent ihr eine E-Mail geschickt hat. Es sei dringend, heißt es darin. Und tatsächlich ist es das. Die Nachricht ändert ihr Leben schlagartig. Es ist eine Geschichte, fast zu schön, um wahr zu sein – oder?

Oftmals sind es Kleinigkeiten, die unser Leben auf den Kopf stellen. Bei einer 21-jährigen Studentin aus Deutschland reichte dazu eine Mail ihres ehemaligen Professors. Zunächst wusste sie nicht so recht, was sie damit machen sollte. Also erzählt sie der Community von ihrem Problem: "Da schreibt mir mein Ex-Seminar-Professor eine E-Mail, in der er mich um ein mega dringendes Gespräch bittet – und jetzt fahr' ich für ihn nach Tübingen."

? Ehemaliger Professor? Dringendes Gespräch? Die Nutzer haben viele Fragen, die die Studentin nicht wirklich beantworten kann. Er sei ihr Dozent bei einer Vorlesung und einem Seminar gewesen. Allerdings wisse sie selber nicht, warum das Gespräch so dringend sei. Eine Affäre hätten die beiden nicht gehabt, sagt sie. "Er war immer seriös und ich bin glücklich in einer Beziehung."

Dann hat ein Nutzer eine krude Theorie, wodurch die Studentin selbst eine Idee in den Raum wirft: "Ich kenne meinen Vater nicht. Es ist also nicht zu 100 Prozent auszuschließen, dass er möglicherweise mein Vater ist."

Plötzlich heißt es nicht mehr "Herr Professor", sondern "Hallo Papa" 

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf geht es nach Tübingen. Aus dem Auto macht sie schnell noch ein Bild. "Wir (ihr Halbbruder und sie, Anm. d. Red.) sind jetzt unterwegs", teilt sie den mittlerweile hunderten Lesern bei Jodel mit. Die können es vor Spannung kaum aushalten. "Ich will es endlich wissen", kommentiert jemand das Foto.

Ein Bild aus dem Auto. Das schickte das Mädchen bei Jodel rum.

Dieses Foto veröffentlicht die Studentin bei Jodel, als sie vermeintlich auf dem Weg nach Tübingen ist

Es vergeht eine Weile, bis sich die Studentin wieder meldet. Nach fast vier Stunden des Wartens berichtet sie der Community endlich von dem mysteriösen Treffen. Er sei zu spät gekommen, aber sehr höflich und zuvorkommend gewesen, erzählt sie und lässt anschließend die Bombe platzen. "Er denkt, dass er vielleicht mein Vater sein könnte."

Demnach würde das von den Fakten her passen. Er ist 45 und sie 21 Jahre alt. Zudem weiß sie, dass ihre Eltern sehr jung waren, als sie geboren wurde. Das Problem: Er ist sich laut der Studentin nicht sicher, weil er lange keinen Kontakt zur  hatte und die Tochter daher auch nie kennengelernt hat.

Keinen Kontakt oder eine zweite Chance?

Die Studentin ist erst einmal völlig durcheinander. Sie fährt mit ihrem Halbbruder wieder zurück nach Hause und weiß nicht so recht, wie sie mit dieser Situation umgehen soll. "Mein Bruder hat mich direkt danach noch zu meiner Mutter gefahren", schreibt sie. "Ich hab mit ihr die halbe Nacht durchgeredet und bin dementsprechend platt."

Ihre Mutter habe es ihr zunächst nicht geglaubt. Als sie ihr seinen Namen gab und ihn beschrieb, habe sie ihn aber wiedererkannt. "Ich dachte, sie würde total wütend sein, aber eigentlich freut sie sich irgendwie", erzählt sie. "Sie möchte sogar, dass ich ihm 'ne Chance gebe. Sie will ihm selbst auch eine geben." Ob sie das wirklich macht, weiß die 21-Jährige aber noch nicht. Sie möchte zunächst einen Vaterschaftstest machen lassen. Das dauert allerdings noch ein bisschen. Kontakt zu ihrem wohlmöglichen Vater hatte sie seitdem trotzdem nicht.

+++ UPDATE: Viele Jodler hatten bereits am Anfang Zweifel an der Geschichte. Mittlerweile hat der Verfasser zugegeben, dass das Ganze nur erfunden war – sehr zum Ärger vieler Jodler, die mitgefiebert hatten. Anscheinend war die Story doch zu schön, um wahr zu sein. +++

rpw
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