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Jodel aus Herne: Studentin ist schwanger – ihre Katze bemerkte es, bevor sie es selbst wusste

Auf Jodel fragen User immer wieder Fragen, die sie sich sonst nicht trauen würden zu stellen. Anonymität sei Dank. Eine 19-Jährige fragte nun die Community, warum ihr Kater plötzlich so verschmust ist. Der Rat: "Mach mal einen Schwangerschaftstest."

Eine Studentin sorgt sich auf Jodel um ihren Kater – und bekommt einen überraschenden Rat

Eine Studentin sorgt sich auf Jodel um ihren Kater – und bekommt einen überraschenden Rat

Getty Images

Auf der Social-Media-App Jodel kann man vollkommen anonym seine Meinung rausposaunen, sich Tipps bei der Community holen oder einfach "doofe" Fragen stellen. So eine Frage hatte auch eine 19-Jährige Studentin aus Herne. Sie fragte in die Jodel-Runde: "Mein Kater ist eigentlich überhaupt nicht verschmust. Seit gestern weicht er mir aber nicht mehr von der Seite, schläft sogar nachts mit mir im Bett und will die ganze Zeit schmusen. Ich habe keine Ahnung woran das liegen könnte." Sie macht sich Sorgen, dass mit ihrem Haustier etwas nicht stimmen könnte: "Futter und Wasser hat er genug, Katzenklos sind auch sauber und ich habe schon den Bauch und die Pfoten abgetastet und Schmerzen scheint er auch nicht zu haben. Hattet ihr sowas auch schon mal?" 

Jodel rät: "Mach mal einen Schwangerschaftstest"

Die erste Antwort aus der Community ist sofort: "Bist du weiblich." Sie bejaht. "Mach mal einen Schwangerschaftstest." Die Studentin ist verwirrt. "Ernsthaft? Ich bin tatsächlich überfällig." Der User, der ihr den Ratschlag gegeben hat, ergänzt: "Tiere merken sowas und werden sehr anhänglich." "Ach du Scheiße, jetzt habe ich echt etwas Panik ... Woran könnte es denn sonst liegen?", antwortet sie. Im Laufe des Jodels erzählt sie, dass sie 19 Jahre alt und seit fast einem Jahr mit ihrem Freund zusammen sei. Beide seien im ersten Semester und eine Schwangerschaft äußerst unglücklich in ihrer Situation. 

Dann lässt sie die Community daran teilhaben, dass sie mit ihrem Freund zusammen einen Schwangerschaftstest macht. Ergebnis: negativ. Trotzdem geht sie zum Frauenarzt, um auf Nummer sicher zu gehen. Der Schock: Der Test hat ein falsches Ergebnis angezeigt. Die Studentin ist tatsächlich schwanger. "Ich weiß gerade absolut nicht, was ich tun soll", schreibt sie. "Bin mir jetzt eigentlich schon ziemlich sicher, dass ich das Kind nicht austragen werde." 

"Das ist heute echt eine Gefühlsachterbahn"

"Das ist heute echt eine Gefühlsachterbahn", schreibt sie weiter. Ihr Freund wolle das Kind gerne bekommen, sie rede aber nun erst einmal mit ihrer Mutter. Die Jodel-Community reagiert größtenteils sehr verständnisvoll. Sie solle sich nicht reinreden lassen, keine überstürzte Entscheidung treffen – und am besten nicht mehr die weiteren Kommentare lesen. "Genau das werde ich jetzt auch tun. Ich verabschiede mich an der Stelle mal."

Immer mehr Jodler zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Geschichte. Als sich die Studentin zurückmeldet, ist sie schockiert über die teils fiesen Kommentare. Für sie sei das ein sehr sensibles Thema, sie gebe sich nun eine Woche Bedenkzeit. Später schreibt sie: "Für alle die es interessiert: Entscheidung ist endgültig getroffen. Ich werde das Kind nicht behalten. Und ich bin sehr froh, dass es in Deutschland möglich ist, diese Entscheidung zu treffen." Damit macht die Jodlerin auf eine sehr aktuelle Diskussion aufmerksam: Abtreibung und den Paragrafen 219a. (Aktuelle Infos zu dem Thema findest du hier.)

Können Katzen riechen, ob man schwanger ist?

Trotzdem stellt sich die Frage: Kann eine Katze wirklich riechen, ob jemand schwanger ist? Jein. Es gibt die Vermutung, es sei möglich, dass Hunde oder Katzen die Schwangerschaft bemerken, bevor es die Frau tut, da sich ihr Hormonhaushalt verändert. Es werde mehr Östrogen, Progesteron und Gonadotropin produziert, was die Haustiere riechen können und dadurch ihr Verhalten ändern würden. Es müsse sich nicht immer durch Verschmustheit äußern, manchmal käme es auch zu aggressiverem oder scheuerem Verhalten. Wissenschaftliche Beweise gibt es für diese Theorie aber nicht. Das bestätigt auch die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Katzenmedizin Dr. Angelika Drensler gegenüber NEON.

Eine rot getigerte Katze liegt auf dem Schoss ihrer Besitzerin und lässt sich streicheln
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