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Fragwürdiger Hashtag: Homophobie? Diesen Post eines Burgerladens bekamen die Kunden in den falschen Hals

Ein Hamburger Burgerladen wollte hungrige Gäste zu Weihnachten mit einer neuen Kreation überraschen – doch statt Begeisterung, gab es einen Shitstorm.

Burger Weihnachten Homophobie

Die fragwürdige Werbung für einen neuen Burger des Hamburger Burgerladens "Dulf's" war Grund für einen Shitstorm auf Facebook (Symbolbild)

Getty Images

Weihnachten ist das Fest der Liebe – und des guten Essens. Wer keine Lust auf Ente oder Gans hat, gönnt sich da auch schon mal einen Burger. So die Idee des Hamburger Restaurants "Dulf's Burger". Auf Facebook bewirbt der Laden seine gigantisch anmutenden Burgertürme und verrückten Kreationen mit Mac’n’Cheese oder Trüffel. Auch der neue Burger mit Pulled Gans sollte ein Hit werden – doch die Werbung auf Facebook bekamen zahlreiche Kunden sprichwörtlich in den falschen Hals.

Fragwürdiger Hashtag

"Jungs, macht keinen Scheiss und probiert schnellstmöglich diese Pulled Gans Praline. Ein Orgasmus im Mund #nohomo", schrieb das Unternehmen auf Facebook, wie die Hamburger Morgenpost berichtet. Der Post ist mittlerweile von der Seite gelöscht. Der Hashtag sollte wohl darauf hinweisen, dass in diesem doppeldeutigen Satz keine homosexuelle Anspielung versteckt ist.

Die durchaus fragwürdige Phrase aus der HipHop- und Jugendsprache kannten die meisten User wohl nicht, denn es hagelte Kritik: "Könnt ihr mal ne kurze Erklärung zu #nohomo abgeben? Auf homophobe Läden/Leute habe ich nämlich keine Lust", schrieb ein User. Doch statt über die vermeintliche Bedeutung des Hashtags aufzuklären, der hier wohl locker und jugendlich wirken und Homophobie eher ausschließen als befördern sollte, löschte das Unternehmen den Post. Und machte es noch schlimmer: Denn die Diskussion ging auf dem Profil eines Nutzers weiter, der sich über den Post beschwert hatte. Auf seine Kritik postet Dulf’s als Antwort: "… du Hampelmann #nohomo" und etwas später ein Regenbogensymbol als Zeichen der Toleranz.

Entschuldigung auf Facebook

Wie Dulf’s Geschäftsführer Koosha Bahar gegenüber der Hamburger Morgenpost erklärte, seien die Social Media Accounts über die Feiertage von einem Mitarbeiter betreut worden, "der normalerweise andere Aufgaben erfüllt und mit Social-Media-Moderation nicht gut genug vertraut war." Auch auf Facebook entschuldigte er sich bei seinen Kunden: Dulfs Burger ist zwar nicht politisch, aber bunt, vielfältig und liebt alle, die Dulf lieben. (...) Wir entschuldigen uns bei unseren Fans für den falschen Eindruck und werden in Zukunft verstärkt kontrollieren, welche Postings & Kommentare rausgehauen werden und die Administratoren besser im Umgang damit schulen."

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lau