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Peinlicher Patzer: Dating-Show schickt schwules Paar auf Insel, auf der Homosexualität verboten ist

In der britischen Kuppelshow "Blind Date" fand sich ein homosexuelles Pärchen. Die beiden gewannen eine Reise in die Karibik – als sie dort allerdings ankamen, erfuhren sie, dass auf der Insel St. Lucia Homosexualität unter Strafe steht. Wie konnte das passieren?

Die beiden siegreichen Kandidaten der britischen Kuppelshow "Blind Date"

Jordan und Jesse, die beiden siegreichen Kandidaten der britischen Kuppelshow "Blind Date"

Erinnert ihr euch noch an die Kuppelshow "Herzblatt", die bei uns in den Neunzigern von Rudi Carrell und später von Rainhard Fendrich moderiert wurde? Ein Single darf drei paarungswillige Kandidaten, die hinter einer Trennwand versteckt sitzen, befragen, bis er sich anhand der Antworten für einen der drei entscheidet. Die beiden Gewinner-Singles dürfen dann zusammen in Urlaub fahren und sich dort besser kennenlernen. Diese Show gibt es seit 1985 auch in Großbritannien. "Blind Date" heißt sie dort. Und vor kurzem ließ der Sender Channel 5 zum ersten Mal darin bi- und homosexuelle Singles nach potenziellen Partnern suchen.

So weit, so romantisch. In der entsprechenden Folge machte sich Kosmetiker und Beauty-Experte Jordan Shannon auf die Suche nach der großen Liebe. Und es sieht aus, als hätte er dabei Glück gehabt: Er entschied sich für das männliche Model Jesse Drew, und bei den beiden schien es wirklich zu funken. Auf die Freude über das Zusammenfinden und den gemeinsamen Urlaub folgte allerdings ein ziemlicher Schock. Denn bei Channel 5 hat derjenige, der die Gewinner-Reise für die beiden plante, ganz offensichtlich überhaupt nicht aufgepasst. Auf der Insel St. Lucia in der Karibik ist Homosexualität nämlich illegal.

"Ich dachte nur: Was zur Hölle?!"

Jordan und Jesse erfuhren davon allerdings erst, als sie in der Karibik angekommen waren. Dort warnte sie jemand, dass Homosexualiät auf St. Lucia mit bis zu zehn Jahren Gefägnis bestraft werde, wenn man erwischt würde. Der "Blind Date"-Gewinner war fassungslos. "Ich wusste davon nichts, bis es mir auf dem Weg zum Hotel jemand sagte. ich dachte nur: Was zur Hölle?!", berichtet Jordan im Gespräch mit den "Manchester Evening News". Jesse sagt: “Ich war sehr nervös. Die Security im Hotel erzählte uns, dass die meisten schwulen Männer dort im Geheimen leben, weil Homosexualität verboten ist."

Das Pärchen hatte allerdings Glück und konnte einen schönen Urlaub erleben, ohne verhaftet zu werden. Trotzdem sind beide irritiert von der Auswahl des Urlaubsziels. Auch der Sender Channel 5 will dem peinlichen – und nicht ungefährlichen – Patzer bei der Planung nachgehen. "Wir wussten davon nichts und werden das ausführlich mit der Produktionsfirma besprechen", verteidigt sich ein Sprecher des Senders. Zumindest dürfte nach diesem Schrecken klar sein, dass ein solcher Fehler kein zweites Mal passieren wird.

Quellen: "Manchester Evening News" / Channel 5

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wt