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An den bayrischen Kultusminister: Online-Petition: Schüler fordern Aufklärung über Depressionen im Schulunterricht

Es gibt Fahrradkurse, Suchtprävention, Sexualkundeunterricht, den Tag der Zahngesundheit ... Nur über psychische Krankheiten wie Depressionen wird an deutschen Schulen meist geschwiegen – obwohl die Zahl der Betroffenen steigt. Das wollen bayrische Schüler nun ändern.

Depression: Petition für mehr Aufklärung an deutschen Schulen

Über psychische Erkrankungen wie Depressionen wird an deutschen Schulen kaum aufgeklärt

Angeblich wird man als Jugendlicher in der Schule auf das Leben vorbereitet: Lesen, Schreiben, Rechnen, vielleicht noch eine Fremdsprache sprechen, verstehen wie die Welt funktioniert. Natürlich ist es wichtig, ein Grundverständnis von Mathe, Biologie, Chemie und Physik zu haben – aber was hilft den meisten eine Polynomdivision außerhalb des Klassenraums? In der Schule gibt es Kurse für das richtige Verhalten im Straßenverkehr mit dem Fahrrad, man hat Schwimmunterricht, es gibt Aktionen gegen Rauchen und Alkoholmissbrauch, Sexualaufklärung, Besuche von Zahnärzten und Gruppentermine zur Impfberatung - nur beim Thema psychische Gesundheit werden viele Schüler allein gelassen. 

In Biologie lernt man vielleicht noch, wie Zellteilung, Genetik und Physiologie funktionieren – über Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen wird hingegen kaum gesprochen. Viele Jugendliche wissen nicht einmal, welche Krankheiten es gibt – selbst wenn sie selbst betroffen sind. Dabei ist die Pubertät für viele die schwerste Zeit überhaupt. Zwischen Liebeskummer, Mobbing, Schulstress und Zukunftsängsten kommt es nicht selten vor, dass aus einer Verstimmung eine ernstzunehmende Krankheit wird. 

Petition für Aufklärung über Depression in der Schule

Sich seinen Mitschülern oder gar einem Lehrer anzuvertrauen ist in so einer Situation nicht gerade einfach. Umso besser, wenn man weiß, was man vielleicht haben könnte – und dass man nicht allein ist. Das finden auch die bayrischen Schüler rund um Alexander Spöri. Der 18-Jährige ist Mitbegründer der "MovieJam Studios", einem Schüler-Kollektiv aus Taufkirchen, das den Film "Grau ist keine Farbe" produziert hat, in dem es um Depression geht. 

Passend zur Deutschlandpremiere am 6. April 2019 hat "MovieJam Studios" nun eine Petition gestartet, die fordert: "Binden Sie endlich Aufklärung über Depression in den Schulunterricht ein, Herr Piazolo!" Michael Piazolo ist der bayrische Kultusminister. "Als Gymnasiasten der Oberstufe (Klasse 12) sehen wir täglich diverse Defizite im Umgang mit psychisch Kranken und in der Behandlung der Thematik", schreiben die Schüler in ihrer Online-Petition. "Wir können uns in unseren zwölf Jahren Schulzeit an keine einzige Veranstaltung, Unterrichtsstunde oder Kampagne über psychische Krankheiten wie die Depression erinnern." 

"Aufklärung schafft Prävention"

Sie fordern eine bessere Ausbildung der Lehrkräfte und Schulsozialpädagogen zum Thema psychische Gesundheit, Infoveranstaltungen, bessere Hilfsangebote, eine Pflichteinbindung des Themas in den Lehrplan und konkrete Maßnahmen gegen die Stigmatisierung Betroffener. Ihr Leitsatz: "Aufklärung schafft Prävention." Die Petition wurde außerdem auch beim Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags eingereicht. Weiter heißt es: "Grundsätzlich ließe sich die Petition auch bundesweit auf die Schulsysteme übertragen, was jedoch aufgrund der Bildungshoheit der einzelnen Bundesländern für eine Petition vermutlich zu pauschalisierend erscheinen könnte."

Momentan ist das Ziel der Petition 500 Unterschriften. 352 Menschen haben bereits unterschrieben. Vielleicht findet durch diese Aktion nicht nur in Bayern, sondern auch im restlichen Land das Thema psychische Gesundheit in Schulen endlich mehr Gehör.

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NEON-Highlights: Mein düsteres Ich – Alles zum Thema Depression und psychische Krankheiten
Hilfe bei Depression für Studenten

Fast eine halbe Million Studierende leidet unter psychischen Problemen. Doch nur wenige wissen, dass sie sich dort auch professionelle psychologische Hilfe holen können. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Unsplash

Verwendete Quellen: Taz.de / Change.orgMoviejam.de

def
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(