HOME

Alleinerziehende Mutter: Zweifach verwitwet mit 29 – wie Jess mit ihrer Trauer umgeht

Wer an das Wort "Witwe" denkt, denkt vermutlich an eine ältere Frau. Jessica Haslem-Bantoft ist bereits zweifach verwitwet – dabei ist sie noch nicht einmal 30 Jahre alt. Mit NEON sprach sie über die großen Lieben ihres Lebens und wie sie und ihre drei Kinder mit Verlust und Trauer umgehen.

Jessica mit ihren großen Lieben: Jason und Tom

Jessica mit ihren großen Lieben: Jason (l.) starb mit nur 24 Jahren, wenige Jahre später verlor sie auch ihren zweiten Ehemann Tom

Jessica Haslem-Bantoft aus Lancashire in England ist bereits zweifache Witwe – und das mit 29 Jahren. Ihr erster Mann Jason starb 2014. Zu diesem Zeitpunkt war Jessica schwanger mit dem dritten Kind des Paares, das sich bereits aus Teenagerzeiten kannte.

Jason arbeitete damals bei einem Catering-Unternehmen und war abends oft lange bei der Arbeit. Normalerweise habe er angerufen, schreibt Jessica auf Facebook, um seinen beiden Söhnen gute Nacht zu wünschen – aber nicht am 28. August 2014. Zwei Polizeibeamte werden später an Jessicaicas Tür klingeln und ihr mitteilen, dass Jason bei der Arbeit einen tödlichen Stromschlag bekommen hatte.

In den nächsten Jahren versuchte Jessica, sich an ein Leben ohne ihren Mann zu gewöhnen. Ihr dritter Sohn wurde geboren. Und im Juli 2016 engagierte sie einen Gärtner – Tom. Die beiden hätten sich sehr gut verstanden und nach ein paar Wochen habe er sie um ein Date gebeten. Jessica erzählt NEON: "Die Entscheidung, ihn zu daten, ist mir sehr schwer gefallen. Ich hatte Angst, dass mir noch einmal das Herz gebrochen werden würde. Aber gleichzeitig war ich mir immer sicher, dass das Glück und die Liebe, die Jason und ich hatten, all den Schmerz wert waren, weshalb ich bereit war, auch mit Tom dieses Risiko einzugehen." Doch gleich beim ersten Date stellte sich heraus, dass das Risiko um einiges größer war, als erwartet.

Im Januar 2017 folgte die Schock-Diagnose

"Tom hatte bereits zwei Mal in seinem Leben Lymphome gehabt. Aber laut der Ärzte gab es nur eine fünfprozentige Chance, dass der Krebs wieder kommen würde." Im Januar 2017 folgte die Schock-Diagnose: Toms Krebs war zurückgekehrt. "Nach der Diagnose waren wir dauerhaft beschäftigt, mit der Behandlung und damit, gemeinsame Erinnerungen zu schaffen – ich hatte nicht wirklich Zeit, inne zu halten und nachzudenken. Erst während der Stammzellentransplantation wurde mir auf einmal bewusst, was gerade passierte."

Tom sei zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Schatten seiner selbst gewesen und habe einen Monat in Isolation verbringen müssen. "Als wir wieder nach Hause kamen, hatte ich große Angst. So sehr, dass wir eine Beziehungspause einlegen mussten. Wir brauchten beide Zeit, um zu heilen. Tom körperlich und ich emotional. Das hat wirklich geholfen und hinterher waren wir stärker und wieder bereit, zu kämpfen."

Eine Weile lang sei alles gut gewesen. Tom erholte sich, das Paar schmiedete Pläne für die Zukunft. Doch im Dezember musste Tom wieder ins Krankenhaus – sein Körper stieß die fremden Zellen ab. Nach einem zweiwöchigen Kampf stand schließlich fest: Tom hat nur noch wenige Tage zu leben. Das Paar heiratete nur wenige Stunden später im Krankenhaus. Anfang Januar verstarb Tom – mit nur 32 Jahren. Und Jessica ist zum zweiten Mal verwitwet – mit 29.

"Natürlich überkommt mich die Trauer manchmal"

Wie schafft man es, in einer solchen Situation nicht zusammenzubrechen? "Ich bleibe für meine Kinder stark – weil ich keine andere Wahl habe. Sie haben bereits einen Vater und einen Stiefvater verloren, sie können nicht auch noch ihre Mutter verlieren. Sie brauchen Beständigkeit und ich bin jetzt die einzige, die ihnen das bieten kann. Natürlich sehen sie manchmal, dass ich traurig bin – aber ich glaube, das bringt ihnen bei, dass es in Ordnung ist, seine Gefühle auszudrücken."

Natürlich würde sie die Trauer manchmal überkommen, sagt Jessica: "Besonders, wenn ich wirklich intensiv darüber nachdenke, was alles passiert ist. Manchmal kann ich es selbst nicht glauben. Ich versuche, mich nicht in der Trauer zu suhlen, aber manchmal kann ich nicht anders, als ein bisschen Selbstmitleid für mich und meine Kinder zu haben wegen all der Dinge, die wir durchmachen mussten."

Niemand soll in seiner Trauer allein sein

Ihre Erfahrungen mit Trauer teilt Jessica inzwischen auf einem Facebook-Blog, der "To Widowhood and Beyond, Adventures From The Rainbow" heißt. "Es ist mir wichtig, meine Geschichte mit anderen zu teilen", sagt sie. "Als ich zum ersten Mal verwitwet war, habe ich mich so alleine gefühlt. Ich war 25 und all die Menschen, die ich kannte, die auch Witwen waren, waren schon über 50. Ich will, dass Menschen, die in der gleichen Situation sind wie ich, wissen, dass sie nicht alleine sind. Und ich will die ganze Unterhaltung enttabuisieren. Wir müssen alle sterben und deswegen sollte es möglich sein, über den Tod offen zu sprechen."

Wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte, würde Jessica nichts ändern. Nur die Erwartungen, die sie eine Zeit lang immer wieder an sich selbst stellte: "Jeder hat eine vorgefasste Idee davon, wie Trauer auszusehen hat. Wie man sie bewältigen sollte und wie lange es dauern sollte. Dabei ist das doch für jeden anders. Jeder bewältigt seine Trauer anders und wenn man eine fixe Idee davon hat, wie es sein sollte, wird man zusätzlich auch noch mit Schuldgefühlen und Zweifeln zu kämpfen haben."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(