HOME

Viva con Agua, Haityi u.v.m.: Das steht in unserer Februar-Ausgabe

Wie eine Profi-Streichlerin Geborgenheit verkauft | Viva von Agua will anders helfen - und marschiert 500 km durch Afrika | Über die Power des Machens und wie wir sie uns antrainieren | So stellst du die eingeschlafene Verbindung zu deinem Vater wieder her u.v.m.

NEON-Chefredakteurin Ruth Fend in Uganda

NEON-Chefredakteurin Ruth Fend in Uganda

EDITORIAL

Manchmal sind Wehwehchen was Feines. Jedenfalls, wenn man wegen ihnen so schön chauffiert wird wie ich in .

Und ganz besonders dann, wenn man hoheitsvoll grüßend an einem ganzen Rudel müder Wandergestalten vorbeirollt, zu dem man eben noch selbst gehörte.

Vier Wochen war ich mit dem Charity-Verein con Agua unterwegs. 533 Kilometer legten wir zu Fuß von Kigali in Ruanda nach Kampala in Uganda zurück, um Aufmerksamkeit auf Trinkwasserprobleme zu lenken. Der "Water Walk" war für alle eine Herausforderung – für die Viva-con-Agua-Leute, die ihn rasant organisierten, und für jeden von uns 30 Läufern, die oft mit schmerzenden Füßen oder – wie ich an diesem Tag – entzündeten Sehnen kämpften.

Ich gestehe, dass ich mit am häufigsten auf dem Polizeiauto, das uns durch Uganda begleitete, saß. Wegen Knie, wegen offener Wunden, wegen Malariaverdacht. Und das hat mich nach dem ersten Genussmoment dann doch gewurmt. Vor allem wenn die anderen erledigt, aber stolz und glücklich, am Camp ankamen. Mit eben jener Zufriedenheit im Gesicht, die man nur dann empfindet, wenn man zuerst Widerstände überwinden musste. Von diesem Durchbeißen, das nicht verbissen ist, handelt auch unser Titeldossier.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Selbstdisziplin kann man tatsächlich erlernen. Manchmal braucht es dafür vielleicht etwas Unterstützung, wie unsere Freisinger Sechser-WG feststellte, der NEON ein Aufräumkommando in Form eines Jugendoffiziers organisierte. Wichtige Erkenntnis: Bei Härtefällen hilft kein Putzplan, da braucht es ein System!

Natürlich ist es Unsinn, an Dingen festzuhalten, hinter denen man nicht mehr steht. Das hat NEON-Redakteur Christopher Piltz irgendwann eingesehen. Warum er sich mit seiner Entscheidung, aus der Kirche auszutreten, so schwer getan hat und was er bei seinen Recherchen zum Sündenregister der katholischen Kirche herausfand, hat er uns erzählt. Viel Spaß beim Lesen!

Die neue NEON ist ab dem 8. Januar im Handel