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Ärzteausbildung in Deutschland: Eine Nachwuchsärztin über ihre Arbeit im Krankenhaus: "Am meisten leidet der Patient"

Wie schlecht steht es wirklich um die Ärzteausbildung in Deutschland? NEON hat mit einer Berliner Medizinstudentin über ihre Ausbildung und ihren katastrophalen Alltag im Krankenhaus gesprochen.

Links: "Fares PJ"-Protest / Rechts: Eine Ärztin mit Burn-out

Was läuft schief in der Ärzteausbildung? Nach Meinung von Medizinstudenten sehr viel – deshalb gehen sie für ein "faires Praxisjahr" auf die Straße

Getty Images

Mit gerade einmal 25 Jahren ist Maria (Name von der Redaktion geändert) fast fertig mit ihrer Ausbildung zur Ärztin. Das anstrengende Medizinstudium ist nach 14 Semestern fast abgeschlossen, sie muss "nur" noch ihr Praxisjahr (PJ) abschließen. Schon bald soll die Berlinern eigenverantwortlich am Patienten arbeiten. Doch freuen kann sich die 25-Jährige darüber nicht. Sie fühlt sich nicht bereit und vor allem schlecht ausgebildet. Im NEON-Gespräch prangert die Medizinstudentin, die anonym bleiben möchte, die katastrophalen Zustände in der Ärzteausbildung an. Was sie berichtet, sollte uns alle beunruhigen – früher oder später sind wir auch Patienten.

Am 16. Januar 2019 war es so weit. Deutschlandweit gingen fast 8000 angehende Mediziner auf die Straße, um für ein faires Praxisjahr zu demonstrieren. Transparente mit Aufschriften wie "Ausbildung statt Ausbeutung" oder "Krank im OP. Anscheinend OK?!" waren zu sehen, Reden wurden gehalten und die versammelten Medizinstudentin protestierten lautstark. Es geht den Nachwuchsärzten um bessere Arbeitsbedingungen – vor allem um eine angemessene Entlohnung. Auch Maria war für die Proteste mit auf der Straße.

In der letzten ihrer drei Stationen im Praxisjahr arbeitet sie gerade in der Chirurgie. Planmäßig wird es ab Juni ernst für sie. Dann nämlich ist ihre Ausbildung beendet. Dann ist sie endlich Ärztin. Endlich, weil das Praxisjahr für sie die reinste Qual ist. "Das fängt mit ganz praktischen Problemen an – zum Beispiel, dass ich als PJlerin im Krankenhaus keinen eigenen Spind bekomme. Ich muss mich also irgendwo vor Ort umziehen, behalte sowohl mein Handy und auch mein Portemonnaie bei mir am Körper – auch auf Station." Besonders hygienisch sei das nicht, erklärt die Berlinerin.

60-Stunden-Wochen ohne Bezahlung sind nicht ungewöhnlich

Einer von Marias Hauptkritikpunkten, das wird im Gespräch schnell klar, ist die Vergütung des Praxisjahres. So arbeite man auf dem Papier 40 Stunden pro Woche. In der Realität sei sie häufig aber bis zu zwölf Stunden in der Klinik. Eine 60-Stunden-Woche sei nicht ungewöhnlich. Geld bekommt sie für ihre Arbeit nicht. Keinen Cent. "Es gibt kein Kindergeld mehr. Deine Krankenkasse wird auch nicht gezahlt", beklagt Maria. "Manche Studenten haben das Glück, dass sie Eltern haben, die sie unterstützen." Ist das nicht der Fall, machen PJler nicht selten noch zusätzliche Nebenjobs, um Geld zum (Über-)Leben zu haben. Auch Maria hat Kommilitonen, die nach der Arbeit im Krankenhaus noch einige Stunden kellnern, dann nach Hause fahren, um noch vier bis fünf Stunden zu schlafen. Am nächsten Tag stehen die unausgeschlafenen Nachwuchsärzte dann wieder vor kranken Patienten. Maria selbst hat Glück im Unglück. Ihre Eltern unterstützen sie. "Sonst würde es nicht gehen", sagt die Berlinerin. Außerdem hat sie noch einen Nebenjob, den sie flexibel am Abend nach der Arbeit ausüben kann.

Was sind die Folgen dieser Belastungen? "Wenn man nicht konzentriert ist, können schon eigentlich leichte Aufgaben wie Blut abnehmen schiefgehen", sagt die 25-Jährige. Ebenso groß sei das Problem, dass wichtige Patienten-Informationen verloren gingen. Fehlende Konzentration führe dazu, dass Informationen über den Patienten innerhalb des Krankenhauses nicht ordentlich weitergegeben werden. Am meisten leide der Patient. Das sei einerseits für die Genesung der Kranken schlecht. Andererseits sei das auch ein ökonomisches Problem. Denn doppelte Behandlungen sind unnötig und kosten viel Geld.

Auch im Privaten leiden Nachwuchsärzte unter enormen Druck. Wer kann nach einem 12-Stunden-Tag schon ohne Probleme abschalten, wenn er am nächsten Morgen wieder Vollgas geben muss? "Ich renne den ganzen Tag für andere Leute und tue Dinge, die mich entweder völlig überfordern oder stehe mit meinem Gewissen in Konflikt." Für Maria sind die Kopfschmerzen das Schlimmste. Oft spüre sie schon Schmerzen, wenn sie morgens aufwacht und nur daran denkt, "was für ein Kack-Tag sie erwartet". 

"Irgendwann wird es einem einfach scheißegal"

Hört man Maria zu, stellt sich einem die Frage, warum sie diesen Job überhaupt macht und wie sie – und natürlich viele andere Nachwuchsärzte – das alles mit ihrem Gewissen vereinbaren können. "Willst du die ehrliche Antwort hören?", fragt sie im NEON-Gespräch. Natürlich wollen wir die ehrliche Antwort. Und Maria nimmt kein Blatt vor den Mund: "Irgendwann wird es einem einfach scheißegal. So hart es klingt, man lernt im Praxisjahr auf jeden Fall, sich selber höher und andere tiefer zu stellen. Man verliert leider den Idealismus an den Arztberuf." Das liege ganz entscheidend auch am Mangel der Ausbildung. "Man bringt uns wenig bei und lässt uns trotzdem arbeiten", so die 25-jährige Berlinerin. Weniger aus Trotz, sondern vielmehr aus Vernunft sei es bei ihrer Arbeit deshalb auch schon vorgekommen, dass sie eine Behandlung abgelehnt hat. Wenn sie in Aufgaben nicht richtig eingewiesen wird, lehnt sie es konsequent ab, sie zu erledigen, sagt Maria. Und leider komme das viel zu häufig vor.

Wir haben einfach keine Lust mehr, uns verbraten zu lassen

Die Lehre ist schlecht, die Arbeitsbelastung hoch. Je länger Nachwuchsärztin Maria erzählt, desto deutlicher wird dieses Bild. Aber war früher wirklich alles besser? Oder ist der Ärztenachwuchs heute einfach nicht mehr belastbar? "Früher wurden PJler als Studenten gesehen. Da war es auch nicht so schlimm, wenn man mal gefehlt hat", sagt Maria. Das sei heute ganz anders. Heute würden Medizinstudenten im Praxisjahr viel stärker in die Pflicht genommen. Die Erwartung sei ungleich höher.

Als Teil der Generation-Y ist Maria bestens über soziale Medien mit anderen Medizinstudenten vernetzt. Auch das sei ein Grund dafür, dass die Probleme heute stärker und offensiver angesprochen werden. Über Social-Media-Kanäle kann heute jeder seine Kritik äußern und verbreiten. "Wir haben einfach keine Lust mehr, uns verbraten zu lassen und vom Gesundheitssystem ausnehmen zu lassen", sagt die 25-Jährige über ihre Generation. Deshalb erhebt sie ihre Stimme – auf der Straße mit Plakaten, online mit der Teilnahme an Petitionen oder am Telefon im NEON-Interview.

Wahnsinn was heute alles passiert ist! So viele Studierende, die für eine #fairesPJ gekämpft haben. So viele kreative...

Gepostet von Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland - bvmd am Mittwoch, 16. Januar 2019

Es gab auch schöne Moment in Marias Praxisjahr

Obwohl Maria seit 14 Semestern Medizin studiert, ist sie nach eigener Aussage immer noch "nicht zu 110 Prozent sicher", ob sie den Arztberuf wirklich ausüben möchte. "Ich bin aber zu 99,9 Prozent davon überzeugt, dem Beruf eine Chance zu geben." An einer Station in ihrem Praxisjahr habe sie nämlich auch erleben dürfen, wie schön der Job sein kann – wenn man vernünftig angelernt wird. Dann könne sie ihre Fähigkeiten dazu gebrauchen, anderen Menschen Gutes zu tun. "Wenn mir ein Patient die Hand schüttelt, sich bedankt und sagt, dass es ihm jetzt besser als vorher gehe, ist das ein bisschen wie eine Droge", sagt Maria zum Abschluss des Gesprächs.

CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.