HOME

Youtube-Megahit: Der Crazy Frog macht pro Tag immer noch zwei Millionen Klicks! Wer von euch war das?!

Wer dachte, der Crazy Frog sei schon lange tot, irrt gewaltig. Auf seinem unsichtbaren Moped rast er noch immer über die Youtube-Autobahn - und das schneller als je zuvor. Wie kann das sein? Und wo soll das hinführen?

Screenshot aus dem Video "Crazy Frog - Axel F" auf Youtube

Über 1,2 Milliarden Klicks hat der Crazy Frog auf Youtube. Tendenz steigend.

Ja, ihr habt richtig gelesen: Das Video "Crazy Frog - Axel F" erreicht durchschnittlich zwei Millionen Aufrufe pro Tag auf Youtube - IN 2018! Mittlerweile wurde es über eine Milliarde Mal angesehen - EINE MILLIARDE MAL! Was zur Hölle?! 

Laut "Youtube Trends" begann das Comeback des nackten Frosches 2015, also zehn Jahre nachdem die Single mit dem "Axel F"-Theme erschienen ist. Auf Youtube wurde das dazugehörige Video erst 2009 hochgeladen. Bis zu seinen ersten 500 Millionen Aufrufen brauchte es 2811 Tage, das sind über sieben Jahre. Klingt noch relativ human, oder? Doch die anderen 500 Millionen bis zur Milliarde schaffte es innerhalb von 249 Tagen. 

Statistik von 2015 bis 2018 der Aufrufe des Videos "Crazy Frog" auf Youtube

Am 11. Februar diesen Jahres knackte das Video "Crazy Frog - Axel F" die Milliarden-Marke auf Youtube

Wer von euch war das?!

Die Welt ist verstört: Wer hat sich in den vergangenen zwei Jahren so oft den Crazy Frog reingezogen? Die Antwort: Es sind Kinder. Laut "Youtube Trends" hat der Start der Youtube-App für Kinder in Deutschland und Österreich zum Comeback beigetragen. Der Crazy Frog hat es also geschafft, eine weitere Generation zu infiltrieren. Was soll nur aus diesen Kindern werden, die aus all den grandiosen Videos der Nullerjahren, ausgerechnet das Nervigste aller Zeiten auswählen? Wo soll das hinführen? Was haben wir ihnen damit angetan? 

Wenigstens scheint nicht nur Deutschland ein Frosch-Problem zu haben. Laut der Youtube-Statistik belegen wir nur den elften Rang auf der Liste der Länder, die den Song am häufigsten angeklickt haben. Vor uns sind noch die USA auf dem ersten Platz (naja, von der Vorliebe der Amerikaner für Quälgeister mit ungesundem Teint wussten wir ja bereits), Brasilien auf dem zweiten und Russland auf Platz 3. Es folgen Mexiko, Großbritannien, Frankreich, Vietnam, Polen, die Türkei und Indien. Die deutschen Kinder tragen also nicht die alleinige Schuld, dass die Macher des Crazy Frogs mittlerweile neue Songs und Videos planen. 

Wie aus "The Annoying Thing" der Crazy Frog wurde

Aber wo kommt der Crazy Frog eigentlich her? Die Dokumentation "The Not So Crazy Frog" gibt verstörende Einblicke:

Es begann mit dem "Ring-ding-ding"-Geräusch, das wie das Starten eines Mopeds klingen sollte. 1997 nahm es der 16-jährige Schwede Daniel Malmedahl auf und verschickte es an Freunde. Die Audio-Datei landete im Netz und wurde dort gefeiert, es folgte sogar ein Auftritt in einer Fernsehshow. 

2003 wollte der schwedische Animationsdesigner Erik Wernquist ein 3D-Wesen erschaffen, das zu dem "Ring-ding-ding" passt. Der blaue Frosch mit der Fliegerhaube war geboren. "Der Plan war es eigentlich, die Animation viral gehen zu lassen, weil ich dachte, das wäre lustig", erzählt Wernquist im Video. Mit "The Annoying Thing", wie er die Figur damals nannte, in seinem Portfolio bewarb er sich erfolgreich beim Animationsstudio "Kaktus Film". Ein Jahr später wurden schließlich externe Firmen auf das "nervige Ding" aufmerksam und wollten es für Marketingzwecke nutzen. Eine von ihnen war Jamba. 

Vom Klingelton zum Megahit

Das Klingelton-Imperium kaufte 2004 die Lizenz für den Frosch und nannte ihn von nun an Crazy Frog. Die Idee: einen der beliebtesten Klingeltöne, die Titelmelodie von "Beverly Hills Cop", mit einem der beliebtesten Internetphänomene, dem Crazy Frog, zu verschmelzen und damit einen Megahit zu landen. "Ich dachte: 'Okay, viel Glück!' Ich meine, wer soll das kaufen?", erinnert sich Wernquist. Doch es kauften viele. Sehr viele. Zwischen 2005 und 2010 wurden zehn Singles und vier Alben mit dem Crazy Frog veröffentlicht (unter anderem übrigens auch einen Fußballsong, den mein Kollege Tim Sohr in seiner Liste der WM-Hits glatt vergessen hat). In Großbritannien überholt der Frosch auf seinem Moped sogar Coldplay mit "Speed of Sound" und rast auf Platz 1 der Charts. Es folgen zahlreiche Gold- und Platin-Schallplatten auf der ganzen Welt. Von nun an kommt keiner mehr an ihm vorbei. 

"Unserer Meinung nach haben sie es viel zu weit getrieben, so dass Menschen anfingen, den Charakter zu hassen, dabei ist es eine kleine, liebenswürdige Kreatur. Aber wenn du sie drei Mal in jeder Werbeunterbrechung im Fernsehen siehst, mag es niemand mehr - außer kleiner Kinder", sagt Sigfrid Soderberg, der CEO von "Kaktus Film", dem Studio, in dem auch die Videos zum Crazy Frog entstanden. 

Das unsichtbare Moped verfolgt sie noch immer

Und auch Reinhard "Voodoo" Raith, der Musikproduzent des "Axel F"-Songs, scheint sich zwar immer noch über den finanziellen Erfolg zu freuen, doch als Produzent habe er sich auch ein bisschen selbst geschämt. "Ich habe vieles mit mehr musikalischem Anspruch gemacht, was es in meinen Augen mehr verdient hatte, in den Charts zu landen", sagt er in der Dokumentation.

"Die Musik vom Crazy Frog ist nichts, mit dem ich etwas anfangen kann", sagt Wernquist. Der Animator, der den Frosch zum Quaken brachte, scheint nicht besonders stolz auf seine Kreation zu sein. Er scheint fast ein schlechtes Gewissen der Menschheit gegenüber zu haben. "Sie können es eine Angst nennen. Davor, dass der Crazy Frog einen verbleibenden Einfluss auf die Welt hat." Er lacht zwar, doch seine Augen sehen traurig aus. Der nervige Frosch wird alle Beteiligten wohl noch eine ganze Zeit auf seinem unsichtbaren, milliardenschweren Youtube-Moped verfolgen. 

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.