HOME

Nachhaltigkeitstrend: Bizarrer Fall in England: Eine Frau ist durch einen Metallstrohhalm gestorben

In England ist eine 60-Jährige durch einen bizarren Unfall mit einem Metall-Strohhalm gestorben. Die Trinkröhre bohrte sich in ihr Hirn.

Unfall mit Metall-Strohhalm kostet Engländerin das Leben

Ein Gerichtsmediziner empfiehlt, wie hier auf dem Bild, wenigstens keinen Deckel zu benutzen, wenn man schon aus einem Metall-Strohhalm trinken will

Getty Images

Nachhaltige Alternativen zu Plastikstrohhalmen sind gerade voll im Trend: aus Glas, aus Metall, aus echtem Stroh oder gleich eine Makkaroni. In einem Einmachglas mit oder ohne Schraubdeckel schlürft es sich ebenso gut fancy Getränke. Klar, das ist besser für die Umwelt – aber dass es in seltenen Fällen gefährlich für einen Menschen werden kann, hätte wohl niemand erwartet. Die 60-jährige Elena Struthers-Gardner hat genau so ein Glas inklusive Metall-Strohhalm in der Hand gehalten, als sie in ihrer Küche in Poole, England zusammenbrach. 

Das 25 Zentimeter lange Edelstahlröhrchen durchbohrte ihre linke Augenhöhle und stach in den Hirnstamm, der die Atmung kontrolliert. Diese traumatische Hirnverletzung sei auch die Todesursache, sagte laut "The Telegraph" Dr. David Parham, der die Leiche obduziert hat. 

Wie gefährlich sind Metall-Strohhalme?

Gefährlich sei es, Metall-Strohhalme mit einem Deckel zu benutzen, da er so fixiert ist und nicht ausweichen kann, sagt der stellvertretende Gerichtsmediziner Brendan Allen, der die Ergebnisse des Unfalltodes aufzeichnete. "Er kann überhaupt nicht nachgeben. Wenn jemand darauf fällt und er in die falsche Richtung zeigt, kann es zu schweren Verletzungen kommen." Trotzdem sei der Fall laut Polizei sehr außergewöhnlich. "Das Krankenhauspersonal hatte noch nie eine solche Verletzung gesehen", sagte Detective Inspector Wayne Seymour zu "The Telegraph". 

Wie es zu dem tödlichen Zusammenbruch kam, können sich die Gerichtsmediziner nicht erklären. Aber in der Vergangenheit habe Elena als professionelle Dressur- und Springreiterin gearbeitet und sich bei Stürzen vom Pferd mehrere Male die Wirbelsäule gebrochen. Sie neige dazu, "wie ein Sack Kartoffeln" zufällig umzufallen, erzählt Mandy Struthers-Gardner, die seit vier Jahren mit Elena verheiratet war. Sie hatte ihre Ehefrau nach dem Sturz gefunden. Robin Struthers, Elenas Bruder, verlangte vom Gerichtsmediziner, dass er in dem Obduktionsbericht deutlich macht, wie gefährlich die freiverkäuflichen Strohhalme sein können. 

"Ich hoffe, sowas passiert niemandem"

Natürlich können nicht nur Metall- oder Glas-Strohhalme in Deckeln, sondern auch jegliche andere, spitzen Gegenstände gefährlich sein, wenn man sie in der Hand hält und ohnmächtig wird. Wahrscheinlich selbst Strohhalme aus festem Papier. In Elenas Fall ist dieses hübsche Accessoire im Glas lebensgefährlich geworden. "Ich hoffe, sowas passiert niemandem", sagt Mandy zu "The Telegraph". Eine reale Gefahr besteht für Otto-Normalverbraucher aber wohl eher nicht. Ihr dürft also auch weiter fancy Cocktails aus Einmachgläsern mit nachhaltigen Strohhalmen trinken. Passt beim nächsten Mal einfach auf, dass ihr nicht stolpert.

Quellen: "The Telegraph"

def