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Ho, Ho, Hochprozentig 24 Kurze und ein Strohhalm: Lohnt sich der Spirituosen-Adventskalender von Amazon?

Der Amazon-Spirituosen-Adventskalender aufgefaltet in voller Pracht.
Kommt einer kleinen Hausbar ganz schön nah: Der Amazon-Spirituosen-Adventskalender.
© stern
Amazon läutet den Countdown für Christi Geburt mit Schnaps ein. Wie gut der Spirituosen-Adventskalender dieses Jahr ist, verrät unser Test. 

Inhaltsverzeichnis

Adventskalender gehören zu den wenigen Dinge im Leben, die im Erwachsenenalter fast genauso so viel Freude bereiten wie als Kind. Ein Stück Schokolade am Morgen zieht aber nicht mehr so wie damals, als die Sorgen kleiner und der Bauch flacher war. Etwas Ausgefalleneres muss her, um die Zeit bis Heiligabend zu versüßen – oder wenigsten erträglicher zu machen. Inzwischen gibt es Adventskalender in allen Variationen: Von Lego bis Nivea über einen schlüpfrigen Kalender ist alles dabei.

Und natürlich darf auch der Amazon-Spirituosen-Adventskalender für Liebhaber flüssiger Köstlichkeiten nicht fehlen. Der Clou: Neben Whisky, Rum und Gin enthält der auch zwei alkoholfreie Aperitifs und besonders ausgefallene Liköre. Perfekt für all jene, die etwas Abwechslung von den breitgetretenen Gin- oder Whisky-Pfaden suchen. 

Zwischen 40 und 50 Milliliter fassen die Schnapsflaschen im Miniaturformat. Sie eignen sich also eher für zwei Getränke. Perfekt, um mit dem Partner oder der Partnerin einen Feierabend-Drink zu verköstigen oder ein umfassenderes Tasting im kleinen Kreis zu veranstalten.

Amazon Spirituosen-Adventskalender: Das Design

Booklet und Strohhalm des Amazon-Spirituosen-Adventskalenders.
Das Booklet des Amazon-Spirituosen-Adventskalender kann per Klemmhalterung als Kalender aufgehangen werden. Außerdem ist ein Strohhalm aus Glass im Adventskalender enthalten.
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Das diesjährige Design des Adventskalenders lehnt Amazon an eine Hausbar an. Schließlich – so der Versandriese in seinem Vorwort des beigelegten Kalenderheftes – hätten "wir alle zuletzt deutlich mehr Zeit zu Hause verbracht". Recht hat er und keine schlechte Idee, denn der Sinn des Kalenders ergibt sich vor allem durch das Probieren verschiedener Spirituosen. Nicht jedem wird alles schmecken, dafür ist die Auswahl zu groß. Wer aber Unbekanntes entdecken will und möglicherweise für die große Hausbar neue Bewohner sucht, für den eignet sich der Kalender ideal. 

Der erste Eindruck macht einiges her: Ausgefaltet misst der Kalender in der Höhe 31,5 und in der Breite 80 Zentimeter. Wenn Sie ihn zur Schau stellen wollen, müssen Sie also etwas Platz auf der Theke einplanen. Das Design ist im weihnachtlichen Tannengrün gehalten. Der letztjährige Spirituosen-Adventskalender war dagegen "nur" eine dunkelblaue Box. Schön: Neben 22 alkoholischen Fläschchen sind zwei antialkoholische Aperitifs dabei und ein edler Strohhalm aus Glas, der sich auch in der Spülmaschine wohlfühlt. Punktsieg 2021. 

Das steckt im Amazon Spirituosen-Adventskalender

Booklet, Kalendertürchen und Strohhalm des Amazon-Spirituosen-Adventskalender
Weihnachtlich begrüßt das Booklet (links) seine Leser. In kleinen Kästchen (rechts) schlummern Gin, Whisky & Co. Rechts oben liegt der Strohhalm aus Glas.
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Wichtiger bleibt natürlich der Inhalt und der besticht durch seine Vielfalt. Ohne zu viel verraten zu wollen, ist der Mix 2021 jedenfalls etwas ausgewogener als im letzten Jahr. Damals dominierten vor allem Gin und Whisky den Inhalt. Dieses Jahr eignet sich der Amazon-Spirituosen-Adventskalender vor allem für Gin-Trinker. Ganze sechs Fläschchen des Trendschnapses schlummern in ihm.

Whisky, Rum und Likör halten sich mit jeweils drei Fläschchen die Waage. Als "Exoten" versteckt Amazon jeweils einen Cognac, Grappa, Nussler und Obstler in seinem Adventskalender. Einige der Marken kennen Liebhaber aus der Feinkostabteilung eines gut sortierten Supermarktes – das gilt vor allem für den Gin und Whisky. So dürften Tranquarry, Johnny Walker oder Chivas den meisten Connoisseuren ein Begriff sein. Beim Rum hingegen greift Amazon zu ausgefalleneren Abfüllungen.

Achtung Spoiler: Wer sich überraschen lassen will, sollte zum Fazit springen

Die Highlights im Spirituosen-Adventskalender

The Duke in kleiner Flasche und gemixed als Gin Tonic mit Gurke
The Duke in kleiner Flasche und gemixed als Gin Tonic mit Gurke.
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Ein Highlight für Gin-Tonic-Trinker ist zweifelsohne The Duke, ein deutscher Gin aus München. Im Booklet empfiehlt Amazon die Verköstigung als Longdrink mit The Duke Tonicwater und frischen Himbeeren. Mangels beider Zutaten schmeckt der Gin aber auch klassisch mit frischer Gurke und Fever Tree Mediterranean. Schön: Gefällt ein Schnaps, können Feinschmecker ihn direkt über den QR-Code im Booklet bei Amazon bestellen. Unter den Informationen zum Getränk befindet sich manchmal auch noch ein weiterer Serviervorschlag oder generelle Tipps für die perfekte Minibar. 

Razel's Peanut Butter Rum.
Sieht nicht aus wie, aber schmeckt und riecht nach Erdnussbutter: Razel's Peanut Butter Rum.
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Einer der ausgefalleneren Rumsorten ist Razel's Peanut Butter Rum. Amazon empfiehlt den Hochprozentigen pur oder auf Eis zu genießen. Gesagt getan. Der Name hält, was er verspricht. Erste zweifelhafte Gedanken eines Erdnussbutter-Rums verfliegen, wenn der Gaumen in den Genuss eines Mixes aus salzigem und süßem Rum kommt. Auf jeden Fall eine angenehme Überraschung der besonderen Art. 

Spoiler Ende

Hochwertige Kurze für fairen Preis

Wie im Vorjahr verlangt Amazon auch 2021 80 Euro für seinen Spirituosen-Adventskalender, legt aber noch mal eine Schüppe drauf. Das Design ist wuchtig und überzeugt. Im Booklet stehen für erfahrene Gin- oder Whisky-Trinker wenig Neuigkeiten, dafür kann man es als Kalender aufhängen und die einzelnen Seiten abtrennen. Rezepte, die gefallen, heben Beschwipste so platzsparend auf. 

Im Durchschnitt zahlen Sie bei dem Spirituosen-Adventskalender von Amazon 3,33 Euro pro Fläschchen – der Preis ist in Ordnung. 13 große Brüder der 24 Mini-Schnäpse kosten (bei Amazon) zischen 20 und 38 Euro. Im Schnitt berappen Sie für die Flaschen in den großen Versionen 23,80 Euro, knapp 38 Euro bemisst der Preis der teuersten Spirituose. 2020 ging die Krone an Santa Teresa 1796, der knapp 45 Euro kostet. 

Einen Nachteil aber hat der 2021er im Vergleich zum Vorjahr: Sind die Türchen an der Seite einmal auf, lassen sie sich zwar wieder verschließen, sehen aber etwas unweihnachtlich aus. Den letztjährigen Kalender können Sie hingegen mühelos und kostengünstiger recyceln, weil alle Türchen Verpackungen sind. Schade. 

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