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Facebook-Post zu zivilem Ungehorsam: Nach Amoklauf in Florida: Star aus "The Big Bang Theory" postet emotionales Video

Mayim Bialik, bekannt als Amy aus der US-Serie "The Big Bang Theory", hat eine wütende Botschaft auf Facebook veröffentlicht. Das Video sorgt für Diskussionen.

US-Schauspielerin Mayim Bialik guckt in die Kamera

Mayim Bialik fordert in dem Video unter anderem: "Sagt JA zu zivilem Ungehorsam!"

"Es ist Zeit, über Waffengesetze zu sprechen" – so beginnt Schauspielerin Mayim Bialik, bekannt als Amy aus der Kultserie "The Big Bang Theory", ihre emotionale Videobotschaft. Was dann folgt, ist ein dringlicher Appell für strengere Waffengesetze in den USA.

Anlass für das auf Facebook veröffentlichte Video ist der jüngste Amoklauf an einer Schule in Florida, bei dem 17 Menschen erschossen wurden.

If you haven't seen my video, please watch it and keep in mind this added information about the March for our Lives...

Gepostet von Mayim Bialik am Sonntag, 18. Februar 2018

"Die Gesichter der 17 Getöteten bekomme ich nicht mehr aus meinen Kopf"

In der sehr offenen und ehrlichen Videobotschaft sagt Bialik, dass sie sich schon bei vergangenen Gewalttaten schockiert gezeigt habe. Verzweifelt ergänzt sie dann, dass sich das leider immer und immer wiederhole. Fast verzweifelt guckt sie in die Kamera und sagt, dass sie als Mutter selbst um das Wohl ihrer eigenen Kinder besorgt sei – und dass jetzt endlich gehandelt werden müsse.

Ihren wütenden Appell unterstützt sie mit Statistiken, die für sich selbst sprechen: In den USA hätten 88 von 100 Einwohnern eine Schusswaffe. Auf Platz zwei folgt laut Bialik mit weitem Abstand Jemen mit nur 55 privaten Schusswaffen auf 100 Einwohner. Mit weiteren, sehr drastischen Zahlen macht sie anschließend auf die extrem hohe Zahl von Tötungen mit privaten Schusswaffen in den USA aufmerksam. Dann folgt ein Aufruf, der viele und teilweise sehr heftige Kommentare hervorgerufen hat.

"Sagt JA zu zivilem Ungehorsam!"

Um die Waffengewalt in den USA einzudämmen, präsentiert die Schauspielerin die folgenden drei Punkte:

1. Die Waffengesetze müssen geändert werden. Das Problem: die NRA (National Rifle Association) zahle Millionen von Dollar an Politiker, um die Interessen der Waffenlobby zu vertreten.

2. Alle US-Amerikaner sollten deswegen Politiker und Kräfte unterstützen, die die Waffenlobby und ihre Interessen ganz bewusst herausfordern und sich nicht kaufen lassen.

3. Flagge zeigen – die Leute sollen sich vereinigen, aufstehen und öffentlich zeigen, dass sie für eine Verschärfung der Waffengesetze sind.

Unter dem Hashtag #NationalSchoolWalkout werden aktuell große Proteste organisiert. Ob die Proteste die Waffengesetze – insbesondere unter Donald Trump – nachhaltig verändern können, bleibt allerdings mehr als fraglich. Zu eng sind in den USA Politik und Waffenlobby miteinander verbunden.

Mayim Bialik
hh