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Tochter starb bei Highschool-Amoklauf "Tun Sie etwas" - Mutter von getöteter Schülerin richtet verzweifelten Appell an Donald Trump


Alyssa Alhadeff wurde beim Highschool-Amoklauf in Florida getötet. Ihre Mutter richtet bei CNN einen dramatischen Appell an US-Präsident Donald Trump: "Tun sie etwas!"

Lori Alhadeff hat ihre Tochter Alyssa am Mittwoch bei der Schießerei an der Marjory-Stoneman-Douglas-Highschool in Florida verloren. Sie war erst 14 Jahre alt. Nur einen Tag später gibt die Mutter dazu dem Fernsehsender CNN ein Interview, das sich zu einem emotionalen Aufruf an US-Präsident Donald Trump entwickelt. Dabei schreit sie ihre Wut und ihre Angst heraus. Die Moderatorin kann daraufhin mit Tränen in den Augen nur schwer die Fassung bewahren.

Emotionaler Aufruf an Donald Trump

"Wie kann es sein, dass wir einem Bewaffneten erlauben in unsere Schule zu kommen? Wie kommt er durch die Sicherheitszonen? Welche Sicherheitszonen gibt es überhaupt? Es gibt keine Metalldetektoren!", beginnt Lori Alhadeff ihren Appell. "Der Schütze - ein Verrückter - kommt in die Schule gelaufen, schlägt das Fenster ein und fängt an zu schießen - sie zu erschießen und zu töten!", schreit sie verzweifelt in die Kamera. Dann wendet sie sich direkt an Donald Trump: "Präsident Trump, Sie fragen, was Sie tun können? Sie können verhindern, dass diese Kinder Waffen in die Hände bekommen! Stellen Sie Metalldetektoren an jedem Schuleingang auf. Was können Sie tun? Sie können sehr viel tun!"

Dann erzählt sie mit zitternder Stimme, wie sie die letzten Stunden damit verbracht hat, die Beerdigung ihrer 14-jährigen Tochter vorzubereiten und wendet sich erneut an Trump: "Präsident Trump, bitte tun Sie etwas. Tun Sie etwas! Wir brauchen jetzt Taten. Diese Kinder brauchen jetzt Sicherheit!"

Trump kündigt Besuch in Florida an

Der Moderatorin stehen Tränen in den Augen. "Es tut mir leid, aber diese Mutter zu hören hat mich berührt", schluchzt sie nach dem bewegendem Appell von Lori Alhadeff. "Was diese trauernde Mutter gesagt hat, ist die kraftvollste Botschaft, die jeder hören muss. Wir müssen handeln, wir müssen etwas tun", fasst Interviewgast Ted Deutch, Kongressabgeordneter für Florida, die Worte der Mutter des getöteten Teenagers zusammen.

Donald Trump kündigte unterdessen einen Besuch in Florida an. In einer Fernsehansprache sagte der US-Präsident, er wolle dort "die Familien und die örtlichen Sicherheitskräfte" treffen und außerdem dafür sorgen, die Sicherheit "unserer Schulen und unserer Kinder" zu verstärken. Zu der vielfach geforderten Verschärfung der Waffengesetze schwieg Trump dabei.

Bei der Schießerei an der Marjory-Stoneman-Douglas-Highschool in Parkland wurden am Mittwoch 17 Menschen getötet. Der 19-jährige Nikolas Cruz hat die Tat inzwischen gestanden, das Motiv für die Bluttat ist noch unklar. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Sturmgewehr vom Typ AR-15, soll der frühere Schüler der Highschool legal besessen haben - trotz angeblicher psychischer Probleme.

Laut CNN war es bereits die achte Schießerei an einer Schule in den USA seit Beginn des Jahres. 

ar

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