Schulmassaker

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Video: Lebenslange Haft für Schützen des Schulmassakers von Parkland

Video Lebenslange Haft für Schützen des Schulmassakers von Parkland

STORY: Im Prozess um das Massaker in Parkland, im US-Bundesstaat Florida, ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte am Valentinstag 2018 die Marjorie Stoneman Douglas High School mit einem halbautomatischen Gewehr angegriffen und 17 Menschen getötet. Der damals 19-Jährige war zuvor von der Schule verwiesen worden. Die Schwester von Meghan Kelly, Alaina, war eines der Opfer. "Das erste große Ereignis in meinem Leben als Erwachsene mit 19 Jahren war, als meine Schwester erschossen wurde. Und jetzt enden meine frühen Zwanziger damit, dass mir gesagt wird, dass ihrem Andenken keine Gerechtigkeit widerfahren wird." Im vergangenen Monat hatten die Geschworenen dafür gestimmt, dem Angeklagten die Todesstrafe zu ersparen, das stieß bei vielen Hinterbliebenen auf Kritik. Während des Mordprozesses hatte sich der Todesschütze für schuldig bekannt. Als Konsequenz aus dem Amoklauf gründeten Überlebende eine Jugend-Protestbewegung für strengere Waffenvorschriften in den Vereinigten Staaten. Das Land weist weltweit die höchste Rate an privatem Waffenbesitz auf. Immer wieder kommt es an Schulen zu Massenmorden durch Schusswaffen.
Eine Nahaufnahme zeigt das rundliche Gesicht eines weißen Mannes mit weißgrauem Vollbart

Alex Jones Wegen Lügen über Schulmassaker: US-Moderator soll fast eine Milliarde Dollar Schadenersatz zahlen

Sehen Sie im Video: US-Moderator Alex Jones muss fast eine Milliarde Dollar Schadensersatz zahlen.




Wochenlang dauerte die Verhandlung gegen Alex Jones. Der rechtsextreme Moderator musste sich wegen Verschwörungstheorien zum Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule 2012 vor Gericht verantworten. Er hatte behauptet, die Familien der Opfer seien Schauspieler, die die Tragödie nur vorgetäuscht hätten. Nun muss er den Hinterbliebenen fast eine Milliarde Dollar zahlen. Bei der Urteilsverkündung des Geschworenengerichts in Connecticut wurde dieser Kläger von seinen Emotionen überwältigt. Robbie Parker ist einer der Angehörigen von 20 Kindern und sechs Mitarbeitern, die im Dezember 2012 in der Sandy-Hook-Schule erschossen wurden. Jones hatte jahrelang behauptet, das Massaker sei als Teil einer Regierungsverschwörung inszeniert worden, um den Amerikanern ihre Waffen wegzunehmen. Parker zeigte sich nach dem Urteil erleichtert. "Ich vermisse meine Frau und meine Tochter gerade sehr. Sie können nicht hier bei mir sein, aber unsere Anwälte haben mir die Kraft gegeben, endlich meine Stimme zu finden, zu kämpfen und mich gegen das zu wehren, was mir so lange widerfahren ist." Die Familien hatten laut ihren Anwälten unter einer jahrzehntelangen Kampagne aus Schikanen und Morddrohungen durch Jones' Anhänger gelitten. Inzwischen hat der Verschwörungstheoretiker zugegeben, dass das Massaker stattgefunden hat. Im Prozess wetterte er dennoch gegen seine "liberalen" Kritiker und weigerte sich, sich bei den Familien zu entschuldigen. Im August war Jones bereits in einem ähnlichen Fall von einer Jury in Texas zu einer Strafe von 49 Millionen Dollar verurteilt worden.
21 Tote: Uvalde-Schulmassaker: Bericht dokumentiert systematisches Versagen der Polizei – "zögerlich und planlos"

21 Tote Uvalde-Schulmassaker: Bericht dokumentiert systematisches Versagen der Polizei – "zögerlich und planlos"

Sehen Sie im Video: Uvalde-Schulmassaker – Bericht dokumentiert systematisches Versagen der Polizei.




STORY: Es waren fürchterliche Momente, die viel zu lange gedauert haben. "Systematisches Versagen", so das Urteil des Untersuchungsberichts des texanischen Parlaments über das Vorgehen der Polizei beim Schulmassaker von Uvalde im Mai dieses Jahres. In dem Bericht des Ausschusses werden nicht nur wie bisher die örtlichen Behörden, sondern erstmals auch die Sicherheitskräfte des Staates Texas und des Bundes für die damals chaotische Lage mitverantwortlich gemacht. Der Angreifer hatte über eine Stunde lang um sich geschossen und dabei 21 Personen getötet, darunter viele Kinder, ohne dass die Polizei ihn überwältigen konnte. Örtlichen Medienberichten zufolge wird in dem Bericht festgestellt, dass fast 400 Sicherheitsbeamte nach Meldungen über einen Angreifer in der Schule eintrafen. Die meisten waren Bundespolizisten und Polizisten des Staates Texas. Ihr einsatztaktisches Verhalten wird in Bericht als zögerlich und planlos beschrieben. Es handelt sich um die bislang umfassendste Untersuchung des dramatischen Schulmassakers.