Erfurt Rückkehr an den Ort des Schreckens


Nach aufwändigen Sanierungsarbeiten kehrt im Gutenberg-Gymnasium wieder Leben ein. Doch in der Erfurter Schule, wo Robert Steinhäuser Amok lief, steht zunächst kein Unterricht auf dem Plan.

Mehr als drei Jahre nach dem Erfurter Schulmassaker mit 17 Toten kehren Schüler und Lehrer des Gutenberg- Gymnasiums in ihre alte Schule zurück. Mit einer Projektwoche von diesem Mittwoch an wollen sie das mit fast zehn Millionen Euro vom Bund sanierte und umgebaute Gebäude erstmals wieder als Schule nutzen. Die Rückkehr an den Ort, an dem der Ex-Schüler Robert Steinhäuser innerhalb weniger Minuten 16 Menschen erschoss und sich danach selbst tötete, soll in kleinen Schritten erfolgen, hatte Direktorin Christiane Alt angekündigt.

Nach den Sommerferien wird das Jugendstilgebäude wieder als Gymnasium genutzt. Seit dem Blutbad im April 2002 waren die etwa 600 Schüler in einem Ausweichquartier unterrichtet worden. Viele, die das Massaker erlebt hatten, mussten über Monate und Jahre psychologisch betreut werden. "Jeder, der es wünschte, hatte bereits in den vergangenen Jahren die Gelegenheit, Kontakt zu dem Schulgebäude aufzunehmen", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Vor dem Umbau hatten Schülergruppen und Lehrer begleitet von Psychologen den Ort des Schreckens nochmals besucht.

DPA DPA

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