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Schulmassaker in Florida: Treffen mit Opfer-Angehörigen: Trump nutzt Spickzettel, um sich angemessen zu verhalten

Donald Trump hat während eines Treffens mit Hinterbliebenen von Schulmassakern einen Spickzettel dabei gehabt, auf dem er sich die wichtigsten Fragen notiert hatte. Ein Punkt auf dem Zettel wirkt dabei sehr befremdlich.

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US-Präsident Donald Trump hat sich mit Überlebenden und Opfer-Angehörigen von Schulmassakern im Weißen Haus getroffen. Es waren nicht nur Überlebende und Zeugen des jüngsten Massakers an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland, Florida dabei, sondern auch Hinterbliebene aus Columbine und Newtown. 40 Betroffene sprachen mit Trump über ihre Trauer und darüber, was sich in Zukunft ändern müsse.

Der US-Präsident wollte sich bei dem aufwühlenden und bedeutenden Treffen offensichtlich keinen Fehler erlauben. Deshalb hatte er sich einen Spickzettel geschrieben (oder schreiben lassen), auf dem er wichtige Fragen notiert hatte. Er hielt den Spickzettel aber nicht verborgen, sondern für alle sichtbar in seinen Händen, so dass anwesende Pressefotografen Bilder machen konnten.

Fünf Punkte hat sich Donald Trump notiert

Auf den Aufnahmen sind deutlich fünf  Punkte zu sehen, die fein säuberlich aufgeschrieben waren:

1. "Was ist das Wichtigste, was ich über Eure Erlebnisse wissen muss?"

2. "Was können wir tun, damit ihr euch sicher fühlt?"

Der dritte Punkte ist nur halb zu erkennen.

4. "Mittel? Ideen?"

Und dann kommt der fünfte Punkt, der für viel Aufregung sorgte und auf Twitter schon einen eigenen Hashtag hat: "I hear you" ist da zu lesen. Das heißt nicht nur einfach, dass er den Hinterbliebenen zuhört, sondern dass er Verständnis für sie hat, für sie da ist und ihr Leid versteht.

Der letzte Punkt wirkt befremdlich

Nun ist es vollkommen normal, dass sich Politiker auf Treffen oder Auftritte welcher Art auch immer vorbereiten. In solchen Fällen gehört es dazu, sehr genau auf die eigene Wortwahl zu achten und zu wissen, welche Fragen man stellt. Aber der Satz "I hear you" wirkt befremdlich, weil Trump offenbar daran erinnert werden muss, wie man sich in sensiblen Situationen einfühlsam und respektvoll verhält.

Der Notizzettel rief vor allem in den sozialen Medien Spott und Kritik hervor. Dass Trump sich bei einem Treffen mit Hinterbliebenen von Schulmassakern einen Satz notieren muss, der nach allgemeinem Verständnis eine Selbstverständlichkeit darstellt, bestätigt für viele das Bild von einem Mann, der nicht nur politische Defizite hat.

tis