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Waffendebatte in den USA: Walmart erhöht Mindestalter für Waffenkauf

Ein Schulmassaker am Valentinstag hat die Waffendebatte in den USA neu entfacht. Nun reagiert der Einzelhandelsriese Walmart: Das Mindestalter für Waffen- und Munitionskäufe wird erhöht, einige Waren dieser Art sollen ganz aus den Läden verschwinden.

Walmart-Filiale in Landover, Maryland

Der US-Einzelhandelsriese Walmart ändert seine Verkaufspolitik für Waffen und Munition

AFP

In der Waffendebatte nach dem Schulmassaker in Florida bleibt Walmart nicht untätig: Der US-Einzelhandelsriese setzt das Mindestalter für Waffen- und Munitionskäufer auf 21 Jahre herauf. Angesichts der jüngsten Ereignisse sei die Firmenpolitik überprüft worden. Man habe beschlossen, die Altersgrenze zu erhöhen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Änderung solle so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Der Einzelhändler teilte zudem mit, auf seiner Website keine Waren mehr zu zeigen, "die Sturmgewehren ähnlich sehen, darunter nicht tödliche Airsoft-Waffen und Spielzeug". Sportschützen und Jäger sollten aber weiter "auf verantwortungsvolle Weise" bedient werden. Walmart teilte weiter mit, keine großen Magazine sowie "bump stocks" zu verkaufen - mit diesen Aufsätzen werden halbautomatische in vollautomatische Gewehre umfunktioniert.

Einzelhandelskette Dick's verkaufte Waffe an 19-jährigen Todesschützen

Das Sturmgewehr AR-15 habe Walmart seit 2015 nicht mehr im Angebot, erklärte der Konzern. Mit so einer Waffe war am Valentinstag das Massaker an einer Schule in Florida verübt worden, bei dem ein 19-Jähriger 17 Menschen tötete.

Vor Walmart hatte bereits die Einzelhandelskette Dick's Sporting Goods angekündigt, Sturmgewehre aus ihrem Sortiment zu nehmen und Waffen generell nur noch an Kunden ab 21 Jahren zu verkaufen. Der Todesschütze von Parkland hatte ein Gewehr bei Dick's gekauft. Es war aber nicht die Waffe, die er bei dem Schulangriff verwendete.

Bereits zuvor hatten mehrere Unternehmen, darunter Autovermieter und Versicherer, angekündigt, nicht mehr mit der Waffenlobby NRA zusammenzuarbeiten. NRA-Mitglieder erhielten bislang Vergünstigungen bei diesen Unternehmen. 

fri / AFP