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Kampf gegen die US-Waffenlobby Ein Jahr nach Parkland: Was wurde eigentlich aus Emma González und was hat sie erreicht?



Emma González überlebte das Massaker in Parkland, Florida. Mit Reden wie dieser bewegte sie danach Millionen.


"Seitdem ich hier stehe, sind 6 Minuten und 20 Sekunden vergangen. Der Attentäter hat jetzt mit dem Schießen aufgehört und wird bald seine Waffe zurücklassen, um sich unter die Schüler, die fliehen, zu mischen. Dann wird er eine Stunde frei herumlaufen bis er gefasst wird. Kämpft um euer Leben, bevor es andere tun müssen."


Mit diesen Worten wurde Emma González im vergangenen Jahr zur politischen Symbolfigur. Die damals 18-jährige Schülerin erhob nach der Schießerei in Parkland, Florida, ihre Stimme gegen die Waffenlobby.


Sie gründeten zusammen mit anderen Überlebenden die Organisation "March for our Lives" und tourte durch verschiedene Städte der USA. Das Ziel: Junge Menschen dazu bewegen, sich für die Wahl registrieren zu lassen und gegen den Waffenbesitz auf die Straße zu gehen.


Im April vergangenen Jahres war González neben anderen Überlebenden der Schießerei auf dem Cover des "Time"-Magazins zu sehen.


Im November erhielt "March of our Lives" den "International Children’s Peace Prize".
Auf Twitter hat González mehr Follower als die "National Rifles Association", der US-Waffenverband.


Seit den Protesten im vergangenen Jahren hat sich dennoch an der Gesetzgebung in Bezug auf Schusswaffen kaum etwas geändert.
Der "Political Victory Fund", der politische Arm der NRA, hat die Abgeordneten in Washington DC fest im Griff. (Quelle DPA/Korr)
Äußern sich Politiker gegen die Waffengesetzgebung, werden sie von der Organisation mit schlechten Rankings und Hass-Kampagnen abgestraft.
Die Folge: Ausschließlich Demokraten sprechen sich kritisch gegen die Waffengesetzgebung aus.


González kämpft dafür, dass sich das ändert.Vor wenigen Tagen teilte sie diesen Tweet ihrer Organisation:
"Wenn sich junge Leute organisieren, können wir Geschichte machen."


Es ist aber nicht nur die politische Arbeit, die das Leben der jungen Frau bestimmt. Seit vergangenem Herbst studiert sie außerdem im Florida’s New College. 


Die 19-Jährige denkt auch heute noch an die schrecklichen Ereignisse in Parkland zurück:


"Es gibt immer wieder Momente, in denen mich  die Traurigkeit über den Verlust der  Menschen durch  diese Tragödie überwältigt. Das hat mich direkt betroffen. Es ist sehr schwer diese Momente durchzustehen." Emma Gonzalez zu "Variety"
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Emma González hat das Schulmassaker von Parkland mit 17 Toten überlebt. Die damals 18-Jährige wurde daraufhin im Kampf gegen die Waffenlobby zur politischen Symbolfigur. Was macht sie ein Jahr danach?

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