Die USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück. In Frankfurt kommt der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung an. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Ali Chamenei, der getötete Oberste Führer des Irans, sollte eigentlich am Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus dem Nahen Osten ist in Frankfurt gelandet.
- Die Türkei hat eine Rakete aus dem Iran abgefangen – will sich aber nicht in den Krieg einmischen.
- Israel greift wiederholt die Hisbollah in Beirut an. Die libanesische Regierung hat Hisbollah-Mitglieder festgenommen.
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Martin Thiele
Vor der Küste Sri Lankas versenkt ein US-U-Boot ein iranisches Kriegsschiff. Ein Video soll den Angriff auf die „Iris Dena“ zeigen. Pete Hegseth spricht von der „ersten Versenkung eines feindlichen Schiffs durch einen Torpedo seit dem Zweiten Weltkrieg“.
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Thomas Krause
Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande werden in den kommenden Tagen Marineeinheiten zum Schutz Zyperns entsenden, kündigt der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament an. Auf der Insel war am Montag eine Basis der britischen Royal Air Force im Rahmen der Luftangriffe der USA und Israels gegen Teheran von einer Drohne iranischen Fabrikats angegriffen worden.
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Thomas Krause
Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen aus dem Irak am Krieg im Iran unterstreicht der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, seinen Willen zum Frieden.
„Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden“, heißt es in einer Erklärung Barsanis.
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Martin Thiele
Erstmals setzen die US-Streitkräfte im Krieg gegen den Iran die neue Precision Strike Missile (PrSM) ein. Das Central Command zeigt den Abschuss. Die Rakete verspricht hohe Reichweite und Präzision.
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Thomas Krause
Wadephul kündigt weitere Evakuierungsflüge an
Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigt zwei weitere von der Bundesregierung gecharterte Flüge zur Evakuierung hilfsbedürftiger Deutscher aus den Golfstaaten an. Die Flüge seien für den heutigen Donnerstag und Freitag geplant, sagt Wadephul in Berlin. Am Morgen war ein erster solcher Lufthansa-Flug in Frankfurt gelandet. Zudem verweist Wadephul darauf, dass der kommerzielle Flugverkehr seinen Betrieb zunehmend wieder aufnehme. Allein heute seien aus Dubai und Abu Dhabi 250 kommerzielle Flüge geplant, davon gingen 60 nach Europa und einige auch nach Deutschland. Zudem kündigt der Minister an, dass heute auch mehr als 500 Passagiere der beiden am Golf gestrandeten deutschen Kreuzfahrtschiffe ausgeflogen würden.
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Thomas Krause
Aserbaidschan bestellt den iranischen Botschafter ein. Iran habe zwei Drohnen auf aserbaidschanisches Gebiet abgefeuert, erklärt das Außenministerium. Zwei Menschen seien dabei verletzt worden. Eine Drohne sei auf einen Flughafen in Nachitschewan nahe der Grenze zum Iran eingeschlagen, eine weitere sei in der Nähe einer Schule niedergegangen.
Aserbaidschan verurteilt die Angriffe und fordert eine Erklärung vom Iran. Das Land behalte sich das Recht vor, „angemessene Gegenmaßnahmen“ zu ergreifen. Vom Iran gibt es zunächst keine Stellungnahme.
Aserbaidschan verurteilt die Angriffe und fordert eine Erklärung vom Iran. Das Land behalte sich das Recht vor, „angemessene Gegenmaßnahmen“ zu ergreifen. Vom Iran gibt es zunächst keine Stellungnahme.
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Thomas Krause
Seit Beginn der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond 105 zivile Einrichtungen im Land schwer beschädigt worden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna wurden auch Wohngebiete in mehreren Städten sowie Teile Teherans getroffen. Es seien bislang 1332 Angriffe an 636 Orten registriert worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Thomas Krause
Der britische Verteidigungsminister John Healey ist Medienberichten zufolge nach einem Angriff auf eine britische Militärbasis nach Zypern aufgebrochen. Healey werde am späten Donnerstag auf der Insel landen, berichten die BBC und die Nachrichtenagentur PA. In der Nacht zum Montag war der Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer unbemannten Drohne iranischer Bauart angegriffen worden.
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Thomas Krause
Die katarische Hauptstadt Doha ist von Explosionen erschüttert worden. Auch über Bahrains Hauptstadt Manama hörten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Detonationen.
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Thomas Krause
Israel fährt Waffenproduktion hoch
Israels Verteidigungsministerium weist die großen Rüstungsunternehmen des Landes an, die Produktion offensiver und defensiver Waffensysteme zu beschleunigen. Dies bestätigt eine Sprecherin des Ministeriums. Hintergrund ist der Irankrieg. Israel bereitet sich den Angaben zufolge auf anhaltende Kampfhandlungen und eine mögliche Ausweitung auf weitere Fronten vor.
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Fabian Huber

Guten Morgen von der ägyptisch-israelischen Grenze in Taba! Der Landweg über die Sinai-Halbinsel ist derzeit tatsächlich der einzige Weg, um nach Israel zu kommen. Vom Krieg spürt man hier – ganz im Süden des Landes, am Roten Meer – so gut wie nichts. Nur kostenlose Shuttlebusse deuten darauf hin, dass Israel sich im Ausnahmezustand befindet. Knapp viereinhalb Stunden dauert die Fahrt von hier durch die Negev-Wüste nach Tel Aviv. Von dort werde ich in den kommenden Tagen für den stern berichten.
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Thomas Krause
Der Iran hat israelischen Angaben zufolge erneut Raketen auf Israel abgeschossen. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, „um die Bedrohung abzufangen“, erklärt die israelische Armee.
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Thomas Krause
Auf dem Gelände des Flughafens in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan schlagen Raketen und Drohnen aus Richtung Iran ein. Das erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus dem Umfeld der Regierung. Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer von der iranischen Grenze entfernt.
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Thomas Krause
Die katarische Fluggesellschaft Qatar Airways kündigt eine begrenzte Zahl von Hilfsflügen für wegen des Iran-Kriegs gestrandete Passagiere an. Geplant seien unter anderem Verbindungen aus der saudischen Hauptstadt Riad nach Frankfurt am Main oder aus der omanischen Hauptstadt Maskat nach Berlin, wie aus der Mitteilung auf X hervorging.
Passagiere seien weiter aufgerufen, nicht zum Flughafen zu kommen, sofern sie keine offizielle Benachrichtigung von Qatar Airways zu ihrem Flug erhalten hätten. Der reguläre Flugplan ist derzeit ausgesetzt, weil der Luftraum über Katar wegen des Iran-Kriegs geschlossen ist. Die Airline kündigte weitere Informationen für Freitag an.
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DPA · AFP · Reuters
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