Auf Wirtschaftsforum
Putin räumt wirtschaftliche Probleme in Russland ein

Der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Plenarsitzung auf dem Internationalen Wirtschaftsforum
Der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Plenarsitzung auf dem Internationalen Wirtschaftsforum
© Dmitri Lovetsky / DPA

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Russlands Präsident Putin inszeniert auf dem Petersburger Wirtschaftsforum die Stärke seines Landes. Doch zumindest ansatzweise muss er dabei auch Schwierigkeiten eingestehen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Probleme der russischen Wirtschaft eingeräumt. „Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit gebremst“, sagte Putin bei seiner Rede auf der Plenarsitzung des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF). Russland sei jetzt auf dem Niveau angekommen, auf dem sich Europa schon jahrelang befinde, sagte er in einem Seitenhieb gegen die EU. Zugleich zeigte sich der Kremlchef davon überzeugt, dass es mit der Wirtschaft bald wieder bergauf gehe. 

Haushaltsdefizit könnte laut Putin weiter wachsen

Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. In den ersten Jahren ist es Moskau dabei trotz westlicher Sanktionen durch die Umstellung der Wirtschaft auf die Kriegsproduktion gelungen, Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Das Wachstum hat sich allerdings bereits 2025 deutlich abgekühlt, im ersten Quartal 2026 musste die Regierung einen Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt konstatieren.

In seiner Rede deutete Putin auch an, dass das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr weiter wachsen könne. Derzeit liege es aber nur bei 2,6 Prozent, das liege unter den Defizitwerten europäischer Länder, betonte er. Was er dabei ausließ: Wegen der mit der Inflation einhergehenden hohen Zinsen in Russland muss Moskau für seine Staatsverschuldung vergleichsweise mehr Geld ausgeben als die EU-Länder.

DPA
km

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