Angriff auf St. Petersburg
Ukraine stört Putin-Show mit Drohnenattacken

Schwarzer Rauch steigt auf nach gemeldeten ukrainischen Drohnenangriffen in St. Petersburg
Kurz vor Beginn des Internationalen Wirtschaftsforums steigt schwarter Rauch über der Skyline von in St. Petersburg auf – Folgen eines ukrainischen Drohnenangriffs
© Ali Cura / Imago Images

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In St. Petersburg will Putin der Welt zeigen, wie gut Russland vier Jahre nach Kriegsbeginn dasteht. Die angebliche Idylle stört die Ukraine mit einem Drohnenangriff. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf den Hafen der Millionenstadt St. Petersburg bestätigt. Die Einschläge bezeichnete er als „gutes Resultat“ der gemeinsamen Arbeit von Drohneneinheiten verschiedener Truppengattungen und Geheimdienste. 

Getroffen worden sei neben dem Ölterminal auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat. Die Ziele lägen fast 1100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, betonte er. 

Putin will Russland in St. Petersburg inszenieren

In St. Petersburg startet am Mittwoch das Internationale Wirtschaftsforum SPIEF. Kremlchef Wladimir Putin ist Gastgeber bei dem glanzvoll für Gäste aus aller Welt inszenierten Forum. Erwartet werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten. Aus Deutschland besuchen daneben Politiker der AfD das Forum. In weiten Teilen der Millionenstadt an der Newa waren nach dem ukrainischen Angriff Rauchschwaden zu sehen.

„Ein weiteres Ziel war ein Unternehmen in der Region Tambow, das an der Produktion russischer Rüstungsgüter beteiligt ist“, schrieb Selenskyj. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine Fabrik, die auch Raketentechnik produziert.

Nato-Chef Rutte überraschend in Kiew

Derweil ist Nato-Generalsekretär Mark Rutte nach Angaben des ukrainischen Eisenbahnbetreibers zu einem unangekündigten Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Rutte sei am Mittwoch am Bahnhof in Kiew angekommen, teilte der Bahnbetreiber Ukrsalisnyzia in Onlinediensten mit. Der Besuch sei "äußerst wichtig" und eine "Geste der Solidarität und Unterstützung" der Nato für die Ukraine.

DPA · AFP
yks

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