USA Kongress denkt über Waffenverbot nach


Es wäre ein Anfang, wenn auch nur ein kleiner: Der US-Kongress denkt nach dem jüngsten Amoklauf über ein Waffenverbot nach - allerdings nur für psychisch Kranke. Doch die Chancen stehen gut, Demokraten und Republikaner sind dafür.

Als Reaktion auf das Schulmassaker im US-Bundesstaat Virginia erwägt der Kongress ein Waffenverbot für psychisch Kranke. Es bestehe durchaus eine Chance dafür, dass eine derartige Gesetzesänderung durchgebracht werde, sagte der demokratische Senator Charles Schumer am Sonntag dem Fernsehsender "Fox". Auch sein republikanischer Kollege Arlen Specter drückte Zustimmung für eine Verschärfung aus.

Jegliche Änderung der Waffengesetze hat sich auf Grund der äußerst einflussreichen Lobby in den USA bislang als schwierig erwiesen. Aus dem traditionell gegen eine Verschärfung votierenden republikanischen Lager zeigten sich nun jedoch mehrere Vertreter als offen gegenüber einer Änderung.

Im Abgeordnetenhaus arbeiten derzeit zwei demokratische Volksvertreter an einem entsprechenden Gesetz. Es sieht vor, dass die einzelnen Bundesstaaten Gelder erhalten, um das automatische Überprüfungssystem zu aktualisieren, so dass auch Waffenkäufer mit psychischer Erkrankung erfasst würden. Händler dürften diesen dann keine Feuerwaffen mehr aushändigen.

Der 23-jährige Cho Seung Hui hatte vergangene Woche an der Technischen Hochschule von Virginia in Blacksburg 32 Kommilitonen und Lehrkräfte erschossen, bevor er sich selbst tötete. Er hatte auf legale Weise zwei Feuerwaffen erworben, obwohl Ärzte bei ihm eine psychische Krankheit diagnostiziert und ihn als "Gefahr für sich selbst sowie andere" eingeschätzt hatten.

DPA DPA

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