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Baldwin-Fall Filmemacher wollen echte Waffen verbannen: Petition erhält mehr als 25.000 Unterschriften

Alec Baldwin
Alec Baldwin erschoss versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Requisitenwaffe
© Angela Weiss / AFP
Nach dem tragischen Unfall am Filmset von "Rust" hat ein Filmemacher eine Petition gestartet und dazu aufgerufen, echte Waffen vom Filmset zu verbannen. Er richtet sich darin auch direkt an Alec Baldwin. 

Der tragische Unfall am Filmset des Westerns "Rust", bei dem Alec Baldwin versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins erschoss, hat Folgen für die Branche. Immer mehr Filmemacher und Stars fordern einen sicheren Umgang mit Waffen.

Alec Baldwin: Petition fordert, Waffen zu verbannen

Auf Change.org hat Regisseur Bandar Albuliwi eine Petition gestartet, die mittlerweile von einigen Hollywoodstars geteilt wurde. "Wir müssen dafür sorgen, dass sich eine solche vermeidbare Tragödie nie wieder ereignet. Im 21. Jahrhundert gibt es keine Entschuldigung dafür, dass so etwas passieren kann", erklärt er in dem Beschreibungstext. "Echte Waffen werden an den Drehorten von Filmproduktionen nicht mehr benötigt. Wir befinden uns nicht mehr in den frühen 90er Jahren, als Brandon Lee auf die gleiche Weise getötet wurde. Es muss sich etwas ändern, bevor noch mehr talentierte Menschen ihr Leben lassen müssen", fordert Albuliwi. 

Der 36-Jährige kannte Halyna Hutchins von der Filmakademie, die beide besuchten. Und er hat auch eine direkte Bitte an Alec Baldwin: Der Schauspieler und Produzent solle nach dem Vorfall alles in seiner Macht stehende tun, um ein weiteres Unglück zu verhindern.

Bitte an Baldwin

"Bitte unterschreiben Sie diese Petition und fordern Sie Alec Baldwin auf, seine Macht und seinen Einfluss in der Hollywood-Filmindustrie zu nutzen, um Veränderungen herbeizuführen und echte Waffen an Filmsets zu verbieten", schreibt er und fügt hinzu: "Wenn wir schon bei diesem Thema sind, wäre dies ein guter Zeitpunkt, um über die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Filmindustrie (sowohl in Hollywood als auch bei Independent-Filmen) zu sprechen."

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Die Petition wurde mehr als 25.000-mal unterschrieben (Stand Montag, 17 Uhr). Außerdem versicherten einige Filmemacher, darunter Eric Kripke, Showrunner der Amazon-Serie "The Boys", dass es an seinen Sets von nun an keine echten Waffen mehr geben werde. Und Regisseur Craig Zobel erklärte, dass es in seiner Serie "Mare of Easttown" schon keine echten Revolver mehr gegeben hätte. "Es gibt keinen Grund mehr, am Drehort mit Platzpatronen geladene Waffen oder Ähnliches zu haben. Sie sollten einfach komplett verboten werden. Es gibt jetzt Computer. Die Schüsse in 'Mare of Easttown' sind alle digital. Das merkt man wahrscheinlich, aber wen kümmert's? Es ist ein unnötiges Risiko", sagte er. 

Quelle: Change.org

ls

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