Irankrieg treibt Inflationsrate in Deutschland nach oben. Die USA prüfen wohl, wie der Iran auf eine Siegeserklärung von Trump reagieren könnte. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Mirjam Bittner

Nach den neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hält der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dagegen. In einer Ansprache beschwört er den Zusammenhalt im Iran. Trump wolle mit medialen Hetzkampagnen, Behauptungen über interne Differenzen und wirtschaftlichem Druck den Iran zur Kapitulation nötigen, sagt Ghalibaf in einer im Staatssender Irib übertragenen Audiobotschaft.
Trump plane, „das Land von innen heraus zu schwächen“ und so einen Zusammenbruch des Systems zu erzwingen, so Ghalibaf weiter. Das iranische Volk werde „diese Verschwörung jedoch mit Einheit und Zusammenhalt zunichtemachen“.
Im Iran hatte es jedoch vor dem Krieg im Winter massive Aufstände gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik gegeben: Der Sicherheitsapparat ging damals brutal gegen die Proteste vor; Tausende Demonstranten wurden getötet.
Phil Göbel
Trump droht Iran
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen. Mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte er: „Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!“
Dazu postete der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn im Hollywood-Stil im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte, Sonnenbrille und umgehängtem Sturmgewehr zeigt. Dahinter sind Explosionen in einer kargen Berglandschaft zu sehen. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: „NO MORE MR. NICE GUY“ (etwa: „Jetzt ist Schluss mit lustig“)
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Mirjam Bittner

Verteidigungs-, bzw. Kriegsminister Pete Hegseth wehrt sich auch deshalb so deutlich gegen die Demokraten, weil die ihn im Zuge des Irankriegs am liebsten des Amtes entheben würden. Sie werfen ihm unter anderem Kriegsverbrechen vor. Das Vorhaben hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, weil die Republikaner sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit haben.
Mehr über Hegseth und seine Rolle im Irankrieg lesen Sie in diesem Text unserer stern-US-Korrespondentin Leonie Scheuble:
Mehr über Hegseth und seine Rolle im Irankrieg lesen Sie in diesem Text unserer stern-US-Korrespondentin Leonie Scheuble:
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Mirjam Bittner

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigt den Krieg im Iran vor dem Kongress mit scharfen Worten. Er weist die Darstellung zurück, die US-Truppen steckten in dem unpopulären Konflikt in einer ausweglosen Situation fest.
„Sie nennen es einen Sumpf und liefern unseren Feinden damit Propagandamaterial? Schämen Sie sich für diese Aussage.“US-Verteidigungsminister Pete Hegseth
Den Demokraten wirft er im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses vor, mit ihrer Kritik „rücksichtslos, schwach und defätistisch“ zu agieren.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth spricht vor dem Ausschuss für Streitkräfte des Repräsentantenhauses. Rod Lamkey Jr./FR172078 AP/AP/dpa
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Mirjam Bittner

Irankrieg kostete USA bislang 25 Milliarden Dollar, laut Pentagon
Der Irankrieg hat die Vereinigten Staaten nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Mitarbeiters bislang circa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Milliarden Euro) gekostet. Dies seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der „Operation Epic Fury“ angefallen seien, so Jules W. Hurst III bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses. Der größte Teil des Geldes sei für Munition ausgegeben worden.
Hurst kündigt auch an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, „sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt“. Allein die erste Kriegswoche habe elf Milliarden Dollar gekostet, zitiert das Nachrichtenportal „Politico“ Hurst.
Derzeit herrscht zwischen den Kriegsparteien eine Waffenruhe, ein Ende des Krieges ist aber nicht in Sicht, nachdem die Gespräche zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten sind.
Hurst kündigt auch an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, „sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt“. Allein die erste Kriegswoche habe elf Milliarden Dollar gekostet, zitiert das Nachrichtenportal „Politico“ Hurst.
Derzeit herrscht zwischen den Kriegsparteien eine Waffenruhe, ein Ende des Krieges ist aber nicht in Sicht, nachdem die Gespräche zwischen Washington und Teheran ins Stocken geraten sind.
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Mirjam Bittner

Irankrieg bremst erhofften Aufschwung in Deutschland
Steigende Energiepreise, wackelige Lieferketten, unsichere Exportmärkte: Die deutsche Wirtschaft bekommt die Folgen des Irankriegs mit voller Wucht zu spüren. Statt des erhofften Aufschwungs nach drei mageren Jahren erwarten Ökonomen für das erste Quartal bestenfalls ein Mini-Wachstum.
Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht das Statistische Bundesamt morgen um 10 Uhr. Die Bundesbank rechnet mit einem Mini-Wachstum, auch weil sich die Kriegsfolgen erst später in der deutschen Wirtschaft niederschlagen dürften.
Ökonomen haben ihre Konjunkturprognosen für 2026 reihenweise gesenkt.
Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht das Statistische Bundesamt morgen um 10 Uhr. Die Bundesbank rechnet mit einem Mini-Wachstum, auch weil sich die Kriegsfolgen erst später in der deutschen Wirtschaft niederschlagen dürften.
Ökonomen haben ihre Konjunkturprognosen für 2026 reihenweise gesenkt.
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Mirjam Bittner

US-Präsident Donald Trump denkt nach Angaben aus Regierungskreisen über eine monatelange Blockade iranischer Häfen nach. Wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses mitteilt, brachte Trump bei einem gestrigen Treffen mit Vertretern der Ölindustrie die Möglichkeit ins Spiel, die Blockade um „mehrere Monate“ zu verlängern.
Die Teilnehmer des Treffens, über das zuerst das US-Nachrichtenportal Axios berichtet hatte, berieten laut einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP über „die Maßnahmen, die Präsident Trump ergriffen hat, um die globalen Ölmärkte zu entlasten, und die Maßnahmen, die wir ergreifen könnten, um die derzeitige Blockade bei Bedarf mehrere Monate lang fortzusetzen und ihre Auswirkungen auf amerikanische Verbraucher zu minimieren“.
Trump treffe sich oft mit Vertretern der Ölindustrie, um deren „Feedback“ zur Situation auf den nationalen und internationalen Energiemärkten zu bekommen, erklärt der Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Trump treffe sich oft mit Vertretern der Ölindustrie, um deren „Feedback“ zur Situation auf den nationalen und internationalen Energiemärkten zu bekommen, erklärt der Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
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Martin Thiele
Israel hat offenbar zwei Hisbollah-Tunnel im Südlibanon gesprengt. Laut israelischen Streitkräften seien sie Teil eines Plans gewesen, nach Israel zu vorzudringen und dort ein Massaker anzurichten.
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Phil Göbel
Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon ist nach Angaben der dortigen Armee ein libanesischer Soldat getötet worden. Auch sein Bruder sei ums Leben gekommen, teilte die libanesische Armee mit. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe dem nach.
Libanons Armee ist keine Konfliktpartei im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Zwischen beiden gilt derzeit eigentlich eine Waffenruhe. Bei der jüngsten Eskalation wurden bereits mehrere libanesische Soldaten getötet.
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Phil Göbel
Irankrieg treibt Inflationsrate in Deutschland nach oben
Der Preisschock infolge des Irankriegs hat die Inflationsrate in Deutschland im April weiter nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise lagen um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – nach 2,7 Prozent im März, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
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Mirjam Bittner

Die Führung in Teheran hat nach UN-Angaben seit Beginn des Irankriegs mindestens 21 Menschen aus politischen Gründen hinrichten und mehr als 4000 Menschen festnehmen lassen. Den Festgenommenen werden demnach Vorwürfe im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit gemacht.
Dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von „grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“, darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
Dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von „grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“, darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
„Ich bin entsetzt, dass dem iranischen Volk weiterhin seine Rechte durch die Behörden auf harte und brutale Weise genommen werden, zusätzlich zu den ohnehin schon schweren Auswirkungen des Konflikts.“UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk ruft die iranische Regierung in einer Erklärung dazu auf, alle weiteren Exekutionen zu stoppen, ein Moratorium bei der Verhängung der Todesstrafe einzurichten, gerechte Gerichtsverfahren sicherzustellen und alle willkürlich Festgenommenen unverzüglich freizulassen.
Der Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
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Mirjam Bittner

Merz’ persönliches Verhältnis mit Trump bleibt „gut“ – trotz Irankriegs
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht seine Beziehung zu US-Präsident Donald Trump nicht beeinträchtigt. „Das persönliche Verhältnis zwischen dem amerikanischen Präsidenten und mir ist – jedenfalls aus meiner Sicht – unverändert gut“, sagt Merz in Berlin. „Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander.“
Trump hatte zuvor Merz wegen dessen Kritik am US-Angriff auf den Iran verbal angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb Trump mit Blick auf den Kanzler auf seiner Plattform Truth Social. Es sei kein Wunder, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“
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Phil Göbel
Trump droht Iran
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen. Mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte er: „Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!“
Dazu postete der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn im Hollywood-Stil im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte, Sonnenbrille und umgehängtem Sturmgewehr zeigt. Dahinter sind Explosionen in einer kargen Berglandschaft zu sehen. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: „NO MORE MR. NICE GUY“ (etwa: „Jetzt ist Schluss mit lustig“)
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Phil Göbel
Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz gilt eigentlich derzeit eine Feuerpause – es gibt aber weiterhin Gewalt. Bei einem israelischen Luftangriff in der Nacht seien fünf Mitglieder einer Familie im Süden des Landes getötet worden, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Demnach wurde ein Gebäude getroffen.
Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Die NNA meldete zudem weitere israelische Luftangriffe in der Stadt Bint Dschubail, berichtete aber zunächst nicht über Opfer. Der Ort gilt als Hochburg der Hisbollah.
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Phil Göbel
Insider: USA untersuchen „einseitige Siegeserklärung“
US-Geheimdienste untersuchen Insidern zufolge, wie der Iran auf eine einseitige Siegeserklärung von Präsident Donald Trump in dem seit zwei Monaten andauernden Krieg reagieren würde. Die Analyse erfolge auf Bitte hochrangiger Regierungsvertreter, sagten zwei US-Beamte und eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
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Thomas Krause
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA ist Daten des Automobilclubs AAA zufolge auf etwa 4,18 Dollar je Gallone gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit August 2022 erreicht. Das entspricht etwa 0,94 Euro je Liter. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar haben die landesweiten durchschnittlichen Einzelhandelspreise für Benzin um rund 40 Prozent zugelegt. Der Benzinpreis gilt in den USA als politisch sensibler Marker für die Teuerung im Land. Im November finden Kongresswahlen statt.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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