HOME

Parkland: Schulmassaker: Als die tödlichen Schüsse fielen, wartete ein bewaffneter Hilfspolizist einfach ab

Er hätte Menschenleben retten können. Doch ein bewaffneter Hilfspolizist an der Marjorie Stoneman High School in Parkland blieb vor dem Gebäude als die tödlichen Schüsse fielen. Das kostet ihn nun seinen Job.

Broward Sheriff Scott Israel sitzt in grüner US-Polizeiuniform auf einer Bühne gestikuliert mit geöffnetem Mund

Broward Sheriff Scott Israel (l.) - hier bei einer Diskussionsrunde mit NRA-Sprecherin Dana Loesch - musste eingestehen, dass ein bewaffneter Polizist beim Amoklauf an der Marjorie Stoneman High School in Parkland nicht eingriff

DPA

Beim Schulmassaker von Parkland soll ein bewaffneter Hilfspolizist vor Ort gewesen sein, aber nicht eingegriffen haben. "Ich bin entsetzt und mir wird richtig übel. Dafür lassen sich keine Worte finden", sagte der Polizeichef von Broward County in , Scott J. Israel, am Donnerstagmittag (Ortszeit) während einer Pressekonferenz über das Verhalten des Hilfspolizisten.

Der uniformierte und bewaffnete Hilfssheriff war am vergangenen Mittwoch auf dem Schulgelände im Einsatz, als ein 19-Jähriger 17 Menschen erschoss. Er müsse gewusst haben, dass ein Attentäter im Gebäude sei, sagte Israel. Er habe aber vor dem Gebäude gewartet, statt einzugreifen. Das ginge aus dem Video der Überwachungskameras und Zeugenaussagen hervor. Auf die Frage, was der Hilfspolizist hätte tun sollen, antwortete Israel: "Reingehen und den Todesschützen konfrontieren. Den Todesschützen töten."

Suspendierter Polizist legt Amt nieder

Der Hilfspolizist wurde vom Dienst suspendiert und legte daraufhin sein Amt nieder. Zwei weiteren Polizisten drohe ebenfalls ein Untersuchungsverfahren. Sie sollen ernstzunehmenden Hinweisen auf den Attentäter von Parkland nicht nachgegangen seien.

Die Pressekonferenz von Boward County Sheriff im englischen Original können Sie sich hier anschauen:


tkr / DPA
Themen in diesem Artikel