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Ärger auf Instagram: Jan Delay nimmt erst Özil in Schutz – um dann gegen Sachsen zu wettern

Der Rücktritt von Mesut Özil sorgt auch zwei Tage danach für erhitzte Gemüter. Das erfuhr auch Jan Delay am eigenen Leib, der sich auf Instagram zur Debatte äußerte. Allerdings ist er selbst nicht ganz unschuldig.

Mesut Özil und Jan Delay

Jan Delay bekam für seine Äußerung zum Rücktritt von Mesut Özil ordentlich Gegenwind

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Der Rücktritt von spaltet Deutschland: Rechtspopulisten der AfD um Alice Weidel schießen gegen den 92-fachen Nationalspieler. "Mit seiner Abschiedstirade erweist sich Mesut Özil leider als typisches Beispiel für die gescheiterte Integration von viel zu vielen Einwanderern aus dem türkisch-muslimischen Kulturkreis", wetterte die Politikerin bei Twitter.

Es gibt aber auch diejenigen, die den Arsenal-Star in Schutz nehmen und ihrerseits den DFB kritisieren – so wie Jan Delay. Der 42-jährige Musiker äußerte sich in einem langen Post auf Instagram zur Debatte: "Lieber Mesut Özil, du bist, warst, und wirst immer der Derbste sein – einzigartig, geschmeidig, elegant und magisch. Lass dir das bloß nicht, von ein paar beschränkten Kartoffeln kaputt machen", schreibt Delay.

Umgang mit Mesut Özil sei eine Schande  

Er kritisiert zudem den öffentlichen Umgang mit Özil. Es sei eine Schande, wie Unbeteiligte und Beteiligte sich verhalten haben, so : "Sie werden erst realisieren, wie förderlich es ist, Einflüsse aus aller Welt zu haben, wenn wieder elf Carsten Ramlows (ehemaliger Bundespieler, der eher fürs Grobe bekannt war, Anm. d. Red.) auf dem Platz stehen."

Doch mit seinem letzten Satz schießt Delay übers Ziel hinaus - und bekommt dafür viel Gegenwind. "Ich wünsche Grindel, Bierhoff und Pocher, dass sie ihr Restleben in oder am Ballermann verbringen müssen," schrieb er - und diskriminierte damit die Sachsen. Einige seiner Fans werfen dem Sänger deshalb jetzt Doppelmoral vor. So schreibt eine Userin: "Und wenn jetzt noch jemand Jan Delay die Bedeutung des Wortes Doppelmoral erklären könnte, wäre viel gewonnen." Zahlreiche andere Nutzer reagierten ebenfalls verärgert auf den Seitenhieb.

Jan Delay: "Ja, hast recht"

Wenige Stunden später sah der Sänger und Rapper seinen Fehler ein: Er kommentierte einen Tweet eines Nutzers mit den Worten: "Ja, hast recht". Dieser hatte sich ebenfalls über das pauschale Sachsen-Bashing beschwert und daruaf hingewiesen, dass Sachsen "zum Glück nicht nur AfD-Land" sei.

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rpw