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Klage gegen Regisseur: Pornodarsteller wird während Dreh mit dem N-Wort beschimpft - jetzt klagt er dagegen

Pornodarsteller Maurice McKnight hatte abgelehnt, sich beim Filmdreh von seiner Partnerin rassistisch beleidigen zu lassen. Der Regisseur forderte sie trotzdem dazu auf und schnitt die Szene in den Film. Jetzt klagt McKnight.

Pornodreh

Bei einem Pornodreh kam es zu rassistischen Äußerungen – auf Wunsch des Regisseurs (Symbolbild)

Getty Images

Es gibt Pornofilme für jedes noch so eigenwillige Bedürfnis. Da treffen alte, junge, dünne und dicke Darsteller aufeinander, in diversesten Outfits und mit "fantasievollen" Spielzeugen. Das muss man nicht mögen – aber was auch immer man mag, man wird es finden. Und offenbar gibt es auch einen Markt für rassistische Pornofilme.

Das musste der amerikanische Darsteller Maurice McKnight feststellen. Der schwarze Pornostar, der unter dem Namen "Moe The Monster" arbeitet, stand im vergangenen Juli in Los Angeles vor der Kamera. Dabei fiel ihm gleich zu Beginn der Regisseur James Camp unangenehm auf. Der hatte ihn gefragt, ob er es okay fände, sich von einer Partnerin mit dem N-Wort titulieren zu lassen.

Der Regisseur hatte McKnight vorher gefragt

McKnight lehnte irritiert ab und machte deutlich, dass das für ihn keineswegs okay sei. Wenige Tage später versuchte Camp erneut, ihn zu überzeugen und sagte, dass die entsprechende Darstellerin, Deborah Hinkle alias "Ryan Conner", eingewilligt hätte, den Ausdruck zu benutzen. Überrascht wiederholte McKnight, dass er sich jedoch nach wie vor nicht so betiteln lassen wolle.

Der Regisseur hatte seine Zielgruppe aber offenbar klar vor Augen und wollte unbedingt einen Film mit rassistischen Beleidigungen abliefern. Weshalb er der weiblichen Darstellerin auftrug, ihren Partner einfach während einer Sexszene entsprechend zu beschimpfen. McKnight brach die Szene daraufhin empört ab, aber James Camp hatte, was er wollte, und schnitt die Sequenz später in den fertigen Film, der so veröffentlicht wurde.

Der Film wurde mit der Szene verkauft

Der schwarze Darsteller fühlt sich hintergangen und ausgetrickst und verklagte nun sowohl Regisseur Camp als auch die Produktionsfirma. In der Klageschrift ist nachzulesen, dass er "sehr deutlich gemacht hatte, dass er der Verwendung dieser rassistischen Beleidigung nicht zustimmt". "Camp und die Produktionsfirma hintergingen McKnight zu dem Zweck, rassistische Inhalte zu produzieren und an rassistische Kunden zu verkaufen."

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wt